Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Sicherheitsversagen

Flughafen-Schock: Mann entreißt Polizist fast Sturmgewehr

Flughafen-Schock: Mann entreißt Polizist fast Sturmgewehr
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Am Flughafen Wien rang ein Angreifer einem Polizisten fast das Sturmgewehr aus den Händen – eine Kollegin schaute zu.

Am Flughafen Wien hat sich ein Vorfall ereignet, der nun für erhebliches Aufsehen sorgt: Ein lettischer Mann mit einem Körpergewicht von rund 100 Kilogramm versuchte in der Terminalhalle, einem Polizisten dessen geladenes Sturmgewehr – bestückt mit 30 Schuss – gewaltsam zu entreißen. Was folgte, war ein Ringen um Leben und Tod. Bekannt wurde der Vorfall, der sich bereits im Februar zugetragen haben soll, durch einen Bericht der „Krone“ vom Montag.

Besonders brisant ist, was Überwachungsaufnahmen zeigen, die dem Blatt vorliegen: Eine uniformierte Polizistin stand mehrere Meter vom Geschehen entfernt und griff nicht ein – sie forderte lediglich per Funk Verstärkung an. Den Angreifer überwältigten laut der Zeitung schließlich Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes, und zwar in dem Moment, als er bereits kurz davor war, den Abzug zu betätigen.

Früherer Vorfall

Als möglicher Hintergrund für das Zögern der Beamtin wird innerhalb der Exekutive ein früherer Vorfall genannt: Ein afghanischer Flüchtling war ohne gültiges Ticket durch die Bordkontrolle gelangt, mehrere Versuche, ihn festzunehmen, schlugen fehl. Im Verlauf des Gerangels setzte ein Beamter eine Ohrfeige ein – im Protokoll als „gelinderes Mittel mit maßhaltender Gewalt zur Durchsetzung der Festnahme“ vermerkt. Der Mann erklärte danach: „Ich habe kein Geld und keine Familie. Ich wollte heimfliegen.“

Folgen für Beamte

Obwohl die Amtshandlung als rechtmäßig eingestuft wurde, zog der Beamte eine Disziplinarstrafe nach sich: 5.500 Euro wegen „Misshandlung“. Dieser Ausgang hat nach Einschätzung vieler Polizisten spürbare Auswirkungen auf das Verhalten im Dienst. Ein Beamter äußerte gegenüber dem Blatt: „Der nächste gefährliche Vorfall für die Sicherheit auch von Passagieren kommt aber bestimmt. Und was dann?“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen