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Energiewende

Fossile Abhängigkeit: Österreich zapft seit 30. Mai ausländische Energiequellen an

Fossile Abhängigkeit: Österreich zapft seit 30. Mai ausländische Energiequellen an
Symbolfoto. FOTO: iStock/Yevgeniy Sambulov
2 Min. Lesezeit |

Seit dem 30. Mai lebt Österreich energetisch auf Pump – trotz beachtlicher Fortschritte bei erneuerbaren Energien muss die Republik für den Rest des Jahres fossile Brennstoffe importieren.

Österreich hat am 29. Mai 2025 seine rechnerische Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien ausgeschöpft. Seit dem 30. Mai ist die Republik für den verbleibenden Jahresbedarf auf fossile Energieträger angewiesen, die fast vollständig importiert werden müssen. „Dieser Stichtag verdeutlicht die nach wie vor erhebliche Abhängigkeit unseres Landes von fossilen Energiequellen“, erklärt Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. „Dennoch verzeichnen wir in einzelnen Sektoren beachtliche Erfolge – insbesondere beim Ausbau der Photovoltaik“, fügt Angerer hinzu.

Aktuell deckt Österreich 41 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie und Biomasse. Die restlichen 59 Prozent entfallen auf fossile Energieträger, wobei Erdölprodukte mit einem Anteil von 35 Prozent den größten Posten im energetischen Endverbrauch darstellen.

Positive Stromwende

Im Stromsektor zeigt sich eine besonders positive Entwicklung. Erstmals seit dem Jahr 2000 konnte Österreich 2024 wieder deutlich mehr Strom exportieren als importieren. Obwohl die günstige Wasserführung zu einer überdurchschnittlichen Erzeugung aus Wasserkraft beigetragen hat, wertet die Energieagentur diese Entwicklung als „deutliches Signal für den Fortschritt“ beim Ausbau erneuerbarer Energiequellen.

Die Photovoltaik verzeichnet dabei das stärkste Wachstum: Während 2020 lediglich 341 MW neu installiert wurden, stieg der jährliche Zubau in den Jahren 2023 und 2024 auf jeweils über 2.200 MW an – ein Trend, der sich auch 2025 fortsetzt. Die installierte Photovoltaikleistung in Österreich beläuft sich mittlerweile auf knapp 9.000 MWp.

Sektorale Unterschiede

Im Stromsektor stammen bereits 88 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen, vorrangig aus Wasserkraft, Wind- und Solarenergie sowie Bioenergie. Im Wärmebereich liegt der Anteil bei etwa 40 Prozent, wobei hauptsächlich Biomasse zum Einsatz kommt und Wärmepumpen zunehmend an Bedeutung gewinnen.

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Der Verkehrssektor weist mit rund 13 Prozent den niedrigsten Anteil erneuerbarer Energien auf, der vorwiegend durch Biokraftstoffe und die wachsende Elektromobilität erreicht wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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