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Dramatische Lage

„Geh zurück und stirb“: Putin riegelt Dorf komplett ab, Tausenden droht der Hungertod

„Geh zurück und stirb“: Putin riegelt Dorf komplett ab, Tausenden droht der Hungertod
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Tausende Menschen sitzen fest, Flucht bedeutet Tod – in einer ukrainischen Stadt eskaliert die Not auf ein kaum fassbares Ausmaß.

In der ukrainischen Stadt Oleschky, rund vier Kilometer von Cherson entfernt, spitzt sich die humanitäre Lage dramatisch zu. Seit Monaten halten russische Streitkräfte die Stadt eingekesselt und von jeglicher Außenversorgung abgeschnitten. Die letzte Lebensmittellieferung datiert vom 26. Mai.

Blockierte Fluchtwege

Zwischen 2.000 und 4.000 Menschen sind derzeit auf Tauschhandel angewiesen, um ihren Grundbedarf zu decken. Da Futtermittel fehlen, sehen sich viele Bewohner gezwungen, ihr Vieh zu schlachten. Wer versucht, die Stadt zu verlassen, riskiert sein Leben – Berichten zufolge werden Fluchtwillige entweder getötet oder von den Streitkräften zurückgedrängt. Dabei sollen Soldaten die Betroffenen mit den Worten verhöhnt haben: „Geh zurück und stirb dort.“

Sowohl ukrainische Behörden als auch internationale Organisationen arbeiten an der Einrichtung eines humanitären Korridors – bislang ohne Erfolg, da russische Kräfte diese Bemühungen konsequent blockieren. Das ukrainische Außenministerium hat am 6. Mai in einer offiziellen Erklärung internationale Partner aufgefordert, Druck auf Russland auszuüben, um humanitäre Korridore und sichere Durchgangsmöglichkeiten zu schaffen. Verminte Straßen, zerstörte Gebäude und Drohnen über der Stadt erschweren die Lage zusätzlich. Mit dem Einsetzen der kälteren Jahreszeit verschlechtert sich die Situation der Eingeschlossenen weiter.

Gescheiterte Evakuierung

Trotz aller Evakuierungsbemühungen verweigern die russischen Streitkräfte jede Unterstützung. Diese Haltung wird auf höchster politischer Ebene geduldet, während die Bewohner Oleschkys täglich mit wachsendem Hunger konfrontiert sind und auf einen Durchbruch der internationalen Verhandlungen hoffen.

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KO KOSMO-Redaktion
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