Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
PFAS

Gift in Ihrem Alltag“ – Ärzte fordern Verbot von Ewigkeitschemikalien

Gift in Ihrem Alltag“ – Ärzte fordern Verbot von Ewigkeitschemikalien
FOTO: iStock/olavs
2 Min. Lesezeit |

PFAS, die als Ewigkeitschemikalien bekannten Substanzen, finden sich in zahlreichen Alltagsgegenständen – von der Antihaftpfanne bis zur wasserdichten Jacke. Die möglichen Konsequenzen für die Gesundheit sind jedoch besorgniserregend. Nun fordert die Ärztekammer für Oberösterreich ein rasches Verbot dieser problematischen Chemikalien.

Bei einer umfassenden Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) wurden 229 Produkte analysiert, wobei in etwa einem Drittel entsprechende Verbindungen nachgewiesen wurden. Besonders häufig betroffen sind Artikel mit wasser- oder fettabweisenden Eigenschaften wie Outdoorbekleidung, Dentalprodukte, Küchengeräte und Kochzubehör. Die Ärztekammer räumt zwar ein, dass diese Stoffe den Alltag komfortabler gestalten, betont jedoch, dass dieser kurzfristige Nutzen oft auf Kosten der Gesundheit geht.

⇢ Fluten, Stürme & Brände: Experten warnen vor Urlaub im Süden

Die künstlich hergestellten per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) sind weder sichtbar noch schmeckbar und gelten als erhebliches Gesundheitsrisiko. Ihre Beständigkeit führt dazu, dass sie kaum abgebaut werden und sich sowohl im menschlichen Körper als auch in der Umwelt anreichern.

Ärztekammer schlägt Alarm

Die oberösterreichische Ärztekammer schlägt nun Alarm bezüglich der gesundheitlichen Risiken. Ursula Hammel, die das Referat für Umweltmedizin und Klimaschutz leitet, plädiert für ein unverzügliches Komplettverbot aller PFAS: „Es ist unverständlich, dass es noch kein Verbot dieser Substanzen gibt. Dieses sollte so rasch wie möglich umgesetzt werden, damit keine neuen Ewigkeitschemikalien in die Umwelt gelangen können. Bevor dieses Verbot umgesetzt wird, sollte es eine Kennzeichnung geben, die vor diesen Substanzen warnt.“

Verbrauchertipps

Verbraucher können sich inzwischen an Hinweisen wie „PFAS-frei“, „PFC-frei“ oder „fluorfrei“ orientieren – oder im Zweifelsfall beim Hersteller nachfragen.

Für die Zubereitung von Speisen wird empfohlen, auf Alternativen aus Edelstahl, Emaille oder Keramik zurückzugreifen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen