Südeuropa ächzt unter extremer Hitze – mit Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke drohen Rekordwerte und steigende Waldbrandgefahr in gleich vier Ländern.
Eine massive Hitzewelle hat Südeuropa fest im Griff. In Spanien, Portugal, Italien und Griechenland klettern die Temperaturen auf über 40 Grad, während Behörden eindringlich vor steigender Waldbrandgefahr warnen. In Portugal herrscht in zwei Dritteln des Landes höchste Alarmstufe – die Hauptstadt Lissabon muss sich auf mehr als 42 Grad einstellen. Auch Griechenland befindet sich im Waldbrand-Alarmzustand, wobei die erste sommerliche Hitzewelle das gesamte Wochenende anhalten soll.
⇢ 41 Grad: Tödliche Hitzewelle rollt über den Balkan
Rekordtemperaturen in Spanien
Besonders hart trifft es Spanien, wo das Thermometer in Sevilla und anderen Orten im Süden und Zentrum des Landes auf 42 Grad steigt. Der spanische Wetterdienst Aemet verkündete bereits, dass der Juni alle bisherigen Rekorde brechen und zum wärmsten Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden wird. Die Behörden raten der Bevölkerung dringend davon ab, sich während der Mittagshitze körperlich zu betätigen.
Italienische Schutzmaßnahmen
In Italien haben mehrere Regionen – darunter Latium, Toskana, Kalabrien, Apulien und Umbrien – bereits Freiluftarbeiten während der heißesten Tagesstunden untersagt. Die italienischen Gewerkschaften fordern nun, diese Schutzmaßnahmen landesweit auszuweiten.
Das Gesundheitsministerium in Rom hat für 21 Städte die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen, darunter befinden sich auch die bei Touristen beliebten Metropolen Rom, Mailand und Neapel.
Klimawandel als Treiber extremer Hitze
Klimaforscher sehen in der aktuellen Extremhitze ein deutliches Signal des menschengemachten Klimawandels. Daten des spanischen Wetterdienstes Aemet zeigen die dramatische Entwicklung: Während zwischen 1975 und 2000 nur zwei Hitzewellen im Juni registriert wurden, waren es zwischen 2000 und 2024 bereits neun Hitzeereignisse in diesem frühen Sommermonat.
⇢ Flammen-Inferno in Kroatien: Touristen per Boot gerettet (VIDEOS+FOTOS)
Langfristige Anpassungsstrategien
Die betroffenen Länder reagieren zunehmend mit strukturellen Maßnahmen. Neben Arbeitsverboten im Freien während der Mittagshitze setzen Städte wie Rom und Mailand verstärkt auf urbane Begrünung und den Ausbau von Frühwarnsystemen. Experten betonen, dass besonders Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur notwendig sind, um die Bevölkerung vor den immer häufiger auftretenden extremen Hitzeereignissen zu schützen.