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Feuerhölle

Türkisches Ferienparadies kämpft gegen Flammen-Chaos – Häuser evakuiert, Flughafen lahmgelegt

Türkisches Ferienparadies kämpft gegen Flammen-Chaos – Häuser evakuiert, Flughafen lahmgelegt
FOTO: EPA-EFE/GEORGI LICOVSKI
3 Min. Lesezeit |

Heftige Winde fachen Waldbrände in der Provinz Izmir an. Während Einsatzkräfte in der Nacht kämpfen, müssen Wohngebiete evakuiert werden.

In der türkischen Provinz Izmir ringen Einsatzkräfte mit Waldbränden, die durch heftige Winde angefacht werden. Ein Feuer brach in einem Waldgebiet zwischen den Gemeinden Menderes und Seferihisar aus, während ein weiterer Brand auf einer Mülldeponie in Gaziemir wütet. Der staatliche Sender TRT berichtete von mehreren Fahrzeugen, die den Flammen zum Opfer fielen.

Die Löschmannschaften waren laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi die gesamte Nacht im Dauereinsatz, um die Feuer einzudämmen. Die Wetterbedingungen erschweren die Bekämpfung aus der Luft erheblich – der Provinzgouverneur teilte am Sonntag über die Plattform X mit, dass aufgrund der starken Windböen ausschließlich Löschflugzeuge, jedoch keine Hubschrauber eingesetzt werden können.

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Evakuierte Wohngebiete

Wie der Staatssender TRT meldete, haben sich die Flammen teilweise bis an Wohngebiete vorgearbeitet. Als Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Häuser und einige Stadtviertel geräumt. Bislang wurden keine Verletzten oder Todesopfer gemeldet.

Der Flughafen Izmir hatte den Flugbetrieb vorübergehend eingestellt, konnte mittlerweile aber wieder zum normalen Betrieb zurückkehren, wie Anadolu Ajansi berichtete.

Zunehmende Waldbrandgefahr in der Region

Der aktuelle Brand reiht sich in eine Serie von Waldbränden ein, die die westtürkische Provinz in jüngster Zeit heimgesucht haben. Allein im Bezirk Foça mussten in den vergangenen Tagen rund 550 Bewohner aus 175 Häusern evakuiert werden, während über 600 Einsatzkräfte mit Löschflugzeugen und Hubschraubern im Dauereinsatz waren.

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Experten warnen, dass die Kombination aus extremer Hitze, stürmischen Windböen und niedriger Luftfeuchtigkeit die Brandgefahr in der gesamten Ägäisregion weiter verschärft. Die Behörden haben die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht aufgerufen, nachdem bereits in den letzten Tagen Dutzende größere Brände in der Region verzeichnet wurden.

Klimawandel als treibender Faktor

Langfristige Analysen zeigen, dass Zahl und Intensität der Waldbrände in der Türkei, besonders in den Küstenregionen wie Izmir, in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben. Experten wie auch türkische Behörden führen diese besorgniserregende Entwicklung auf den Klimawandel zurück, der zu längeren Trockenperioden, steigenden Temperaturen und häufigeren Extremwetterlagen führt.

Die Sommermonate haben sich mittlerweile zu einer Hochrisikoperiode entwickelt, in der jährlich Tausende Hektar Wald und landwirtschaftliche Flächen den Flammen zum Opfer fallen.