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Millionenschaden

Eishagel-Inferno: Fünf-Zentimeter-Körner verwüsten drei Bundesländer

Eishagel-Inferno: Fünf-Zentimeter-Körner verwüsten drei Bundesländer
(FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Superzellen mit Hagelkörnern bis zu fünf Zentimeter Durchmesser hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Die Landwirtschaft beklagt Millionenschäden in drei Bundesländern.

Österreich wurde gestern erneut von extremen Unwettern getroffen, die massive Schäden in der Landwirtschaft hinterließen. Besonders betroffen waren Tirol, die Steiermark und Teile Niederösterreichs. Die Österreichische Hagelversicherung beziffert den Gesamtschaden auf 9 Millionen Euro, wie deren Vorstandsvorsitzender Dr. Kurt Weinberger bekannt gab. Die jüngsten Wetterextreme unterstreichen die im Zuge des Klimawandels zunehmende Häufigkeit und Intensität derartiger Naturereignisse.

Die Unwetter manifestierten sich am Nachmittag in Form mehrerer Superzellen (besonders starke, rotierende Gewitterzellen), die großkörnigen Hagel, starke Sturmböen und intensive Niederschläge mit sich brachten. Hagelkörner mit Durchmessern von bis zu fünf Zentimetern verursachten erhebliche Schäden an verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen – darunter Acker- und Grünlandflächen, Obst- und Baumschulen, Christbaumkulturen sowie Gemüseanbaugebiete.

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Seit den Abendstunden sind die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung in den betroffenen Gebieten im Einsatz. Sie arbeiten an einer zügigen Schadenserhebung, um den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben rasche Unterstützung zukommen zu lassen. Die schnelle Auszahlung von Entschädigungen ist dabei ein zentrales Element, um die wirtschaftliche Existenz der betroffenen Betriebe zu sichern.

Regionale Schadensbilanz

In Niederösterreich verzeichnen die Bezirke Zwettl, Krems-Land und Waidhofen an der Thaya Schäden in Höhe von insgesamt 400.000 Euro. Die Steiermark wurde mit 6,2 Millionen Euro in den Bezirken Graz-Umgebung, Weiz und Leoben am härtesten getroffen. In Tirol summieren sich die Schäden in den Bezirken Innsbruck-Land, Schwaz, Kufstein und Kitzbühel auf 2,4 Millionen Euro.

📍 Ort des Geschehens

Klimawandel-Folgen

Diese Extremwetterereignisse verdeutlichen die besondere Verwundbarkeit der Landwirtschaft gegenüber dem Klimawandel, da ihre Produktionsflächen unter freiem Himmel liegen. Derartige Unwetter werden – wie auch der kürzlich veröffentlichte Klimabericht bestätigt – künftig sowohl häufiger auftreten als auch an Intensität zunehmen.

Vor allem rotierende Gewitterzellen bringen dabei vermehrt großkörnigen Hagel mit sich, der zu enormen Schäden führt.

Versicherungen und Schutzmaßnahmen

Landwirtschaftliche Betriebe reagieren auf die zunehmenden Risiken mit einer Anpassung ihrer Versicherungsstrategien. Die Österreichische Hagelversicherung hat ihr Angebot entsprechend erweitert und bietet neben der klassischen Hagelversicherung mittlerweile auch spezielle Policen gegen weitere Wetterextreme wie Dürre, Sturm und Starkregen an. Über 70.000 Betriebe in Österreich nutzen diese individuell auf verschiedene Kulturen zugeschnittenen Versicherungslösungen, um sich gegen existenzbedrohende Ernteausfälle abzusichern.

Zusätzlich setzen Landwirte vermehrt auf technische Präventionsmaßnahmen. Hagelschutznetze in Obstplantagen, verstärkte Drainagesysteme für Starkregen und die Diversifizierung von Anbaukulturen sind Strategien, mit denen österreichische Bauern versuchen, die Auswirkungen von Extremwetterereignissen zu minimieren. Diese Schutzmaßnahmen erfordern erhebliche Investitionen, reduzieren jedoch langfristig das Risiko von Totalausfällen.

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KO KOSMO-Redaktion
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