Das glänzende Finale eines Rekordjahres: Gold durchbricht die historische Marke von 4.400 Dollar und verzeichnet den stärksten Wertzuwachs seit 45 Jahren.
Der Goldpreis erreichte am Montag im frühen Handel einen neuen Höchststand – zum ersten Mal seit Oktober. Eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) verteuerte sich um bis zu 1,5 Prozent und notierte bei über 4.403 US-Dollar (3.760 Euro). Damit wurde die bisherige Bestmarke vom Oktober übertroffen, als der Goldpreis nach einer wochenlangen Aufwärtsbewegung bei etwas mehr als 4.380 Dollar lag, bevor er in den folgenden Wochen zeitweise unter die 4.000-Dollar-Marke zurückfiel.
Mit der aktuellen Entwicklung verzeichnet Gold kurz vor Jahresende einen beeindruckenden Wertzuwachs von 68 Prozent und zählt damit zu den begehrtesten Anlageklassen 2024. Das Edelmetall steuert auf den stärksten Jahresgewinn seit 1979 zu, als der Preis für eine Feinunze um 127 Prozent anstieg.
Silber im Höhenflug
Noch besser entwickelte sich in diesem Jahr Silber. Der Silberpreis kletterte am Montag auf ein neues Rekordhoch von knapp 69,50 Dollar je Feinunze und baute seinen Jahresgewinn zum Wochenstart um drei Prozentpunkte auf 140 Prozent aus.
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Gründe für Anstieg
Für die markanten Kursanstiege bei beiden Edelmetallen existieren verschiedene Erklärungen. Einerseits suchen viele Anleger in Phasen erhöhter politischer Unsicherheit Zuflucht in sogenannten „sicheren Häfen“ – eine Rolle, die traditionell Edelmetallen zugeschrieben wird.
Andererseits haben zahlreiche Notenbanken im Verlauf des Jahres ihre Goldreserven erweitert.