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Insolvenz

Große Krise: Modegeschäft schließt Filialen in Österreich!

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(FOTO: iStock/tupungato, Aquir)

Die Folgen der Insolvenz der Bekleidungskette Gerry Weber machen sich nun auch in Wien bemerkbar: Bis auf zwei Ausnahmen wurden alle Filialen in der Hauptstadt geschlossen. Die Hauptgründe hierfür sind sinkende Umsätze, gestiegene Kosten und die wachsende Online-Konkurrenz.

Die Insolvenz der österreichischen Tochtergesellschaft der Bekleidungskette Gerry Weber, welche das Filialgeschäft in Österreich betreibt, haben sich bemerkbar gemacht. Vor mehr als einem Monat wurde bereits für die Gerry Weber Retail GmbH, in der das deutsche Filialgeschäft der Gruppe gebündelt ist, ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Ulla Reisch, die bestellte Insolvenzverwalterin, hat bestätigt, dass eine Unternehmenssanierung nicht geplant ist.

Die Schließung der Wiener Filialen war eine unmittelbare Folge der Insolvenz. Ursprünglich gab es kein festes Datum für die Schließungen. „Es könnte ein paar Wochen dauern“, erklärte Reisch gegenüber der BezirksZeitung. Doch nun wurde bekannt, dass alle Gerry-Weber-Filialen in Wien geschlossen wurden – mit Ausnahme der Filiale am Graben und der im Designer Outlet Parndorf im Burgenland.

Die Kunden dieser beiden Filialen können sich jedoch über eine gute Nachricht freuen. „In den beiden verbliebenen Filialen am Graben in Wien sowie in Parndorf startet ab sofort bis auf Weiteres der Abverkauf mit Minus 70 Prozent auf das gesamte Sortiment“, kündigte Reisch in einer Pressemitteilung an.

Grund für Insolvenz

Die Ursachen für die Insolvenz sind vielfältig. Die deutsche Muttergesellschaft stellte die Finanzierung ein, während sinkende Umsätze und gestiegene Kosten den Druck erhöhten. Darüber hinaus spielten die zunehmende Konkurrenz im Niedrigpreissegment und der Trend zum Online-Handel eine Rolle in der finanziellen Krise des Unternehmens.