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WURM-BEFALL

Großer Schaden: Österreich bangt um Kartoffel-Ernte

Großer Schaden: Österreich bangt um Kartoffel-Ernte
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Der Drahtwurm hat in diesem Jahr besonders stark zugeschlagen: Zahlreiche Erdäpfelfelder sind von den Schädlingen stark durchlöchert worden.

Die beschädigten Knollen können nicht mehr für Speisezwecke verwendet werden und müssen entweder in der Stärkekartoffelverarbeitung oder in Biogasanlagen verwertet werden. Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, erklärt: „Mit solchen Verlusten können wir Erdäpfelbauern nicht überleben. Oftmals decken die Erträge nur die Transportkosten zur Stärkefabrik oder Biogasanlage. Die jährlichen Kosten für Saatgut, Kulturpflege und Ernte werden dadurch nicht annähernd gedeckt.“

Die ohnehin bereits durch Hitze und eine lange Trockenperiode reduzierten Erträge werden durch die Schäden des Drahtwurms weiter minimiert. Eine Ursache für den starken Befall ist die mangelnde Bodenfeuchtigkeit, die den Wurm dazu veranlasst, sich in die Knollen zu bohren. „Das zeigt, wie notwendig eine adäquate Bewässerungsinfrastruktur in Niederösterreich, besonders im Osten des Landes, ist“, betont Mayr. „In Gebieten ohne Bewässerungsmöglichkeiten steigen die Risiken, und viele Erdäpfelbetriebe müssen ihre Produktion einstellen.“

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Fehlende Pflanzenschutzmittel

Ein weiteres Problem besteht in den fehlenden Pflanzenschutzmitteln, die zur Bekämpfung des Drahtwurms notwendig wären. „Die Einschränkungen bei Produktionsmitteln zeigen sich bei den Erdäpfeln besonders deutlich. In einem Jahr wie diesem ist es unmöglich, unbeschädigte Erdäpfel bis zur Ernte zu bringen“, ergänzt Mayr.

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Zudem befürchtet er, dass die fehlenden heimischen Erdäpfel durch Importe ersetzt werden könnten. „Hier erwarten wir die Solidarität des Handels, auf Importe zu verzichten und die heimische Landwirtschaft zu unterstützen. Es scheint niemanden zu interessieren, welche Produktionsmittel im Ausland eingesetzt werden, während in Österreich viele davon verboten sind.“

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KO KOSMO-Redaktion
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