Hahn rief zum „Waffenstillstand“ zwischen Serbien und Kosovo auf

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Hahn rief zum „Waffenstillstand“ zwischen Serbien und Kosovo auf

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(FOTOS: Srbija Danas)

Laut der Tageszeitung „Koha Ditore“ forderte EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn zum „Verzicht auf alle provokativen Aktionen und Schritte auf“.

Dieser „Waffenstillstand“, wie Hahn dies selbst bezeichnet, soll weitere Spannungen und Handelsblockaden zwischen den beiden Balkanstaaten verhindern und zu einer Normalisierung des Dialogs führen.

Derzeit sind die von der EU initiierte Verhandlungen zwischen Belgrad und Prishtina auf Eis gelegt. Einer der Hauptgründe dafür sind immens hohe Zölle auf Waren aus Serbien und Bosnien-Herzegowina (KOSMO berichtete), die die kosovarische Regierung vergangenen Jahr einführt.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić ist bis auf weiteres zu keinen Verhandlungen mit der ehemaligen serbischen Provinz Kosovo bereit. Für weiteren Zündstoff sorgte eine neue Satzung für den Minenkomplex Trepca, die vergangenes Wochenende erlassen wurde.

Belgrad versteht dies als eine Verstaatlichung jener Teile des Betriebes, die sich im Norden des Kosovos befinden und derzeit unter serbischer Geschäftsführung sind. Mehr als 3.000 serbische Arbeitnehmer sollen davon betroffen sein.