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NFC

Handy-Zahlung: Das ändert sich jetzt!

Handy-Zahlung: Das ändert sich jetzt!
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3 Min. Lesezeit |

Die Nahfeldkommunikation NFC bekommt ein Upgrade: Statt millimetergenauer Positionierung beim kontaktlosen Bezahlen reichen künftig zwei Zentimeter Abstand.

Bei kontaktlosen Zahlungen im Alltag – sei es im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Bäckerei – kommt eine für Nutzer unsichtbare Technologie zum Einsatz: NFC (Near Field Communication). Diese Nahfeldkommunikation ermöglicht den Datenaustausch zwischen zwei Geräten über minimale Distanzen, beispielsweise zwischen Smartphone und Bezahlterminal. Bislang erforderte diese Technik eine äußerst präzise Positionierung – der Abstand durfte maximal 0,5 Zentimeter betragen. Dies führte häufig dazu, dass Nutzer ihre Geräte direkt auf das Terminal auflegen mussten, um eine stabile Verbindung zu gewährleisten.

Die in zahlreichen Smartphones, Smartwatches und Karten integrierte NFC-Technologie erfährt nun eine bedeutende Weiterentwicklung. Mit der vom internationalen NFC Forum veröffentlichten Version NFC 15 steigt die Reichweite von etwa 0,5 auf bis zu 2 Zentimeter. Diese scheinbar geringfügige Änderung macht die Positionierung der Geräte deutlich unkomplizierter. Im täglichen Gebrauch bedeutet dies eine spürbare Erleichterung – besonders beim Bezahlen mit häufig genutzten Geräten wie Smartphones, Fitnessarmbändern oder Smartwatches verläuft der Vorgang zügiger.

Verbesserte Handhabung

Die Verbesserungen umfassen mehrere Aspekte: Die Handhabung wird vereinfacht, da keine exakte Positionierung mehr nötig ist. Die Kommunikation zwischen den Geräten erfolgt schneller. Die Technologie arbeitet stabiler und weniger fehleranfällig, selbst bei Bewegung. Trotz der größeren Reichweite bleibt die Sicherheit der Datenübertragung unverändert hoch. Laut NFC Forum und Branchenexperten ist die erhöhte Distanz von bis zu zwei Zentimetern bewusst so gewählt worden, dass ein unbefugtes Auslesen praktisch ausgeschlossen ist und die Übertragung weiterhin verschlüsselt erfolgt.

Auch Nutzer anderer kontaktloser Zahlungsmethoden wie Bankomatkarten (Girocards) oder Kreditkarten mit NFC-Symbol – erkennbar am schrägen WLAN-ähnlichen Zeichen – werden von den Verbesserungen profitieren. Allerdings ist Geduld erforderlich. Während große Technologieunternehmen wie Apple, Google, Sony, Huawei, Infineon oder STMicroelectronics bereits Zugang zu den technischen Spezifikationen haben, wird der neue Standard für die meisten Hersteller und Endverbraucher erst ab Herbst 2025 verfügbar sein. Ob bestehende Geräte per Update auf NFC 15 aktualisiert werden können, ist derzeit nicht geklärt. Wahrscheinlicher ist, dass ab 2026 neue Smartphones und Smartwatches standardmäßig mit dieser verbesserten Technologie ausgestattet werden.

Implementierung im Handel

Für Händler und Dienstleister bringt die Umstellung positive Nachrichten: Laut aktuellen Branchenangaben wird keine flächendeckende Nachrüstung bestehender Bezahlterminals nötig sein. Die meisten modernen Terminals sind bereits für Software-Updates ausgelegt, die den neuen Standard unterstützen werden. Allerdings bleibt noch unklar, ob tatsächlich alle älteren Geräte und Zugangssysteme per Update kompatibel gemacht werden können. In Einzelfällen könnte ein Hardwaretausch erforderlich werden. Die Hersteller planen, entsprechende Kompatibilitätslisten und Update-Strategien erst ab Herbst 2025 zu veröffentlichen – konkrete Kostenangaben für Händler gibt es daher derzeit noch nicht.

Digitale Produktpässe

NFC 15 bringt neben den technischen Verbesserungen auch Innovationen im Bereich der Produktinformation: Die Technologie unterstützt künftig digitale Produktpässe (DPP). Diese integrierten digitalen Speichersysteme enthalten wesentliche Informationen über Herkunft, Materialzusammensetzung, Reparaturanleitungen und umweltgerechte Entsorgungsmöglichkeiten. Diese Funktion soll die Umsetzung gesetzlicher Anforderungen wie jene der EU-Ökodesignrichtlinie erleichtern.

Verbraucher können dadurch künftig relevante Informationen zu ihren Geräten unmittelbar per NFC-Scan mit dem Smartphone abrufen.

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KO KOSMO-Redaktion
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