Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Tragödie

Hitzewelle: Kinder (2,4) sterben in verschlossenem Auto

Hitzewelle: Kinder (2,4) sterben in verschlossenem Auto
FOTO: iStock/PierreOlivierClementMantion
2 Min. Lesezeit |

Ein Sommertag in Südfrankreich endet mit einer Tragödie, die eine ganze Stadt erschüttert und Fragen aufwirft.

In Carpentras im Süden Frankreichs sind am Montag zwei Kleinkinder im Alter von zwei und vier Jahren tot in einem geparkten Auto aufgefunden worden. Die Mutter entdeckte die Kinder, nachdem sie vom Einkaufen zurückgekehrt war. Beide Kinder erlitten einen Herzkreislauf-Stillstand, Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Die Feuerwehr des Départements Vaucluse teilte mit, dass der Notruf gegen 13:20 Uhr eingegangen sei.

Als wahrscheinliche Todesursache gilt die anhaltende Hitze, die in der Region Temperaturen von bis zu 38 Grad erreichte. Die Staatsanwältin von Carpentras, Hélène Mourges, erklärte, die genaue Todesursache müsse noch festgestellt werden, die Theorie eines Hitzeschlags werde jedoch als wahrscheinlichste Erklärung angesehen.

Ungeklärte Umstände

Nach Angaben von BFMTV befanden sich die Kinder in dem verschlossenen Fahrzeug, als die Mutter von ihrem Einkauf zurückkehrte. Wie genau sie in das Auto gelangten und wie lange sie dort eingeschlossen waren, ist bislang ungeklärt. Ersten Erkenntnissen zufolge könnten sich die Kinder selbst eingesperrt haben.

Die Mutter soll gegenüber den Behörden zunächst angegeben haben, die Kinder beim Einkaufen vergessen zu haben. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Die 33-jährige Mutter stand nach dem Vorfall unter Schock und konnte bislang nicht formell befragt werden.

In Carpentras löste das Geschehen tiefe Betroffenheit aus. Der Bürgermeister sprach der Familie sein Mitgefühl aus und bezeichnete den Vorfall als „fassungslos machend“.

Rekordverdächtige Hitze

Am selben Tag galt in 49 französischen Départements die höchste Hitzewarnstufe – mehr als die Hälfte des Landes war betroffen. Das nationale Wetterinstitut Météo-France warnte, dass es sich um den heißesten jemals in Frankreich gemessenen Tag handeln könnte.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen