Beim Absturz eines russischen Hubschraubers vom Typ Ka-226 in Dagestan sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Freitag in der Nähe des Dorfes Achi-Su in der am Kaspischen Meer gelegenen russischen Teilrepublik. Während staatliche Medien zunächst von einem Touristentransport sprachen, stellte sich später heraus, dass es sich bei den Opfern um Mitarbeiter eines Rüstungsunternehmens handelte.
Unter den Toten befinden sich vier Angestellte des Kisljarer Elektromechanischen Werks (KEMZ), darunter auch der stellvertretende Generaldirektor, wie das Unternehmen bestätigte. Zudem kam ein Flugmechaniker bei dem Unglück ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt.
Ungeklärte Ursache
Die Ursache für den Absturz ist bislang ungeklärt. In sozialen Netzwerken kursieren mittlerweile Aufnahmen, die angeblich den Moment des Unglücks dokumentieren. Die russische Bundesagentur für Luftverkehr, Rosaviatsiya, hat den Vorfall als „Katastrophe“ eingestuft und eine offizielle Untersuchung eingeleitet.
Bei dem verunglückten Luftfahrzeug handelt es sich um einen russischen Mehrzweck-Zweimotorhubschrauber. Laut Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR) wurde im vergangenen Juli ein Hubschrauber desselben Typs bei einer Sabotageaktion beschädigt.
Sanktioniertes Unternehmen
Das betroffene Unternehmen KEMZ ist auf Luftfahrtausrüstung spezialisiert und steht aufgrund seiner Rolle im Ukraine-Konflikt unter US-Sanktionen. Der Betrieb entwickelt und produziert Kontroll- und Diagnosesysteme, vorwiegend für Suchoi- und MiG-Kampfflugzeuge, die bei Angriffen auf ukrainische Städte zum Einsatz kommen.
Die westlichen Sanktionen haben den russischen Luftfahrtsektor erheblich getroffen – viele Fluggeräte können aufgrund fehlender Ersatzteile nicht mehr ordnungsgemäß gewartet werden.