Illegales Autorennen: Kosovare und Deutscher wegen Mordes verurteilt

BERLIN

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Illegales Autorennen: Kosovare und Deutscher wegen Mordes verurteilt

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Symbolbilder (FOTOS: iStockphoto)

Das Berliner Landesgericht verurteilte zwei Männer zum zweiten Mal wegen Mordes zu lebenslanger Haft.

Der 30-jährige Kosovare Hamdi H. und der 27-jährige Deutsche Marvin N., auch unter Ku’damm-Raser, lieferten sich im Februar 2016 ein illegales Autorennen in Berlin. Dabei kam ein unbeteiligter Lenker ums Leben.

Beide Raser fuhren mit bis 170 km/h über den Ku’Damm, dabei rammte der 30-Jährige den Jeep eines unbeteiligten Pensionisten. Letzterer verstarb noch in seinem Wagen. Sein Fahrzeug wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Die Raser wurden beim Unfall kaum Verletzt.

Erstes Urteil aufgehoben
Bereits im Februar 2017 wurden der Kosovare und der Deutsche wegen Morden verurteilt. Ein Jahr später wurde dieses Urteil jedoch vom Bundesgerichtshof wieder aufgehoben. Der BGH fand den bedingten Tötungsvorsatz unzureichend begründet, eine Neuverhandlung angeordnet.

Zur zweiten Verhandlung dieses Falles kam es am Dienstag vorm Berliner Landesgericht. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 30- und 27-Jährige den Tod des Pensionisten billigend in Kauf nahmen und kamen somit zum gleichen Schluss.

In seinem Schlusswort beteuerte der 30-jährige Verurteilte, dass er „gern ungeschehen machen würde, was geschehen ist“. Auch der Deutsche betonte, dass er sich aufrichtig entschuldigen wolle.

„Was geschah, hatte mit Fahrlässigkeit nichts zu tun“, sagte der vorsitzende Richter und fügte hinzu: „Die Angeklagten haben aus nichtigem Anlass mit dem Leben anderer Menschen gespielt.“

Revision eingelegt
Ein Verteidiger der beiden Raser verlautbarte sofort nach Verhandlungsende, dass er bereits Revision eingelegt habe. Somit geht der Fall abermals zum Bundesgerichtshof.

Videos findet ihr auf der zweiten Seite!

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