Die Uhr tickt: Noch hält die Feuerpause zwischen den USA und dem Iran – doch beide Seiten bereiten sich auf das Schlimmste vor.
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft ab – und die Zeichen stehen alles andere als auf Entspannung. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf ließ keinen Zweifel daran, dass Teheran für eine mögliche Eskalation gerüstet sei. „In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen“, schrieb Ghalibaf auf X. Zugleich machte er klar, dass der Iran „keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen“ akzeptiere.
Vance nach Islamabad
Ob es überhaupt zu einer weiteren Gesprächsrunde kommt, ist derzeit offen. Im Raum steht eine mögliche Zusammenkunft in Islamabad, wo eine US-Delegation unter der Leitung von Vizepräsident JD Vance erwartet wird. Wie das Portal Axios berichtet, reist Vance tatsächlich nach Islamabad – eine offizielle Bestätigung aus Washington steht allerdings noch aus. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, zeigte sich dennoch zuversichtlich: Die USA würden ein „wirklich gutes Abkommen“ erzielen.
Trumps Drohkulisse
US-Präsident Donald Trump dämpfte unterdessen die Erwartungen an eine Verlängerung der Feuerpause deutlich. Eine solche sei „höchst unwahrscheinlich“, erklärte er – und stellte dem Iran für den Fall eines ergebnislosen Ablaufs massive Angriffe in Aussicht. Der Waffenstillstand endet Trump zufolge am Mittwochabend Washingtoner Zeit.
Zum Hintergrund: Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet; nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien auf die aktuelle Feuerpause, die unter pakistanischer Vermittlung den Weg zu einer dauerhaften Lösung ebnen sollte. Die erste Verhandlungsrunde vor rund einer Woche blieb jedoch ohne Ergebnis.