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Hilfsaktion

Jede dritte Frau von Gewalt betroffen: „JEDE 3.“ bricht das Schweigen

Jede dritte Frau von Gewalt betroffen: „JEDE 3.“ bricht das Schweigen
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Drei rote Lilie, eine davon eingeschnürt und symbolisch für das Schweigen: Die neue Kampagne „JEDE 3.“ macht auf die erschreckende Realität von Gewalt gegen Frauen aufmerksam.

Jede dritte Frau in Österreich ist von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Vor diesem alarmierenden Hintergrund lanciert der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) eine Online-Kampagne mit dem prägnanten Titel „JEDE 3.“. Der Startschuss fällt am 25. November, zeitgleich mit dem Beginn der jährlichen „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“, die vom Internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember reichen.

In diesem Zeitraum wird laut AÖF international auf die verschiedenen Dimensionen und das erschreckende Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Das zentrale Motiv der Kampagne zeigt drei rote Lilien, wobei eine davon eingeschnürt dargestellt ist. Diese Symbolik repräsentiert nach Angaben des Vereins einerseits die komplexen Abhängigkeitsverhältnisse sowie Gefühle wie Angst, Scham und die Furcht vor möglichen Konsequenzen – Faktoren, die für viele Betroffene entscheidend beeinflussen, ob und wann sie Unterstützung suchen.

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Hilfe für Betroffene

Gleichzeitig verweist das Bildmotiv auf einen sicheren Zufluchtsort für betroffene Frauen und Mädchen sowie deren Angehörige: die Frauenhelpline gegen Gewalt. Diese Anlaufstelle ist vertraulich, anonym und kostenlos rund um die Uhr unter der Nummer 0800-222-555 erreichbar. Bei jedem Anruf erhalten Betroffene ein offenes Ohr, eine Einschätzung ihrer individuellen Situation sowie Informationen zu sicheren Handlungsoptionen.

Auf Wunsch erfolgt auch eine Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen, wobei die Anruferin stets selbst entscheidet, welche weiteren Schritte sie unternehmen möchte. Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin des AÖF, betont: „Sich Hilfe zu holen heißt, Gewalt zu beenden und Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, diese Unterstützung leicht zugänglich zu machen und klar zu zeigen: Niemand muss Gewalt ertragen. Jede Betroffene hat das Recht auf Schutz, Hilfe und ein Leben frei von Gewalt.“

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Wichtige Kontaktstellen

Für Menschen, die Gewalt beobachten oder selbst erleben, steht die Polizei als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Polizei-Notruf 133 ist durchgehend besetzt. Zusätzlich bietet die Kriminalprävention des Landeskriminalamts Wien persönliche Beratungsgespräche unter der Hotline 0800/216346 an.

Weitere wichtige Kontaktstellen für Gewaltopfer umfassen das Gewaltschutzzentrum Wien (01/585-32-88 – 24-Stunden), den Frauennotruf der Stadt Wien (01-71719), den Wiener Frauenhaus-Notruf (057722), die Österreichischen Gewaltschutzzentren (0800/700-217) sowie die Onlineberatung HelpChat „Halt der Gewalt“, die täglich von 18 bis 22 Uhr und freitags von 9 bis 23 Uhr erreichbar ist.

Jede Betroffene hat das Recht auf Schutz, Hilfe und ein Leben frei von Gewalt.

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KO KOSMO-Redaktion
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