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Anlagebetrug

Kärntnerin fällt auf falsche Finanzberater rein – Hunderttausende weg

Kärntnerin fällt auf falsche Finanzberater rein – Hunderttausende weg
FOTO: iStock/fizkes
2 Min. Lesezeit |

Monatelang überweist eine Kärntnerin Geld an vermeintliche Finanzberater. Als ihr plötzlich der Zugang zum Online-Depot verwehrt wird, fliegt der Betrug auf.

Eine 57-jährige Frau aus St. Veit an der Glan wurde Opfer eines ausgeklügelten Internetbetrugs, nachdem sie im März nach Tagesgeldanlagen recherchiert hatte. Bei ihrer Suche stieß sie auf eine vermeintlich seriöse Finanzplattform, die sie zur Preisgabe ihrer persönlichen Daten verleitete. In der Folge kontaktierten die Täter die Frau telefonisch und präsentierten sich als Finanzberater.

📍 Ort des Geschehens

Monatelange Täuschung

In den nachfolgenden Monaten entwickelte sich laut Polizeiangaben ein regelmäßiger Kontakt zwischen den Betrügern und ihrem Opfer. Sowohl telefonisch als auch per E-Mail wurde die St. Veit an der Glanerin dazu gebracht, Geld auf verschiedene Konten im Ausland zu transferieren. Die Überweisungen gingen an Bankverbindungen in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Spanien, Portugal und Großbritannien.

Derartige Anlagebetrügereien haben sich zu einem wachsenden Problem entwickelt. Nach Angaben der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) gehen jährlich hunderte Meldungen über betrügerische Online-Handelsplattformen ein. Die Täter nutzen dabei professionell gestaltete Websites und aggressive Telefonwerbung, um potenzielle Opfer zu ködern.

Hoher Schaden

Die Geschädigte schöpfte erst Verdacht, als ihr der Zugriff auf das angeblich für sie eingerichtete Online-Depot verwehrt wurde. Daraufhin wandte sie sich an die Behörden und erstattete Anzeige.

Nach Ermittlungen der Polizei beläuft sich der finanzielle Schaden auf mehrere hunderttausend Euro. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Kärnten, die auch Kontakt zu internationalen Behörden aufgenommen hat, da sich die verdächtigen Konten in mehreren EU-Ländern befinden.

Die FMA rät Anlegern zur besonderen Vorsicht bei unaufgeforderten Kontaktaufnahmen und empfiehlt, vor jeder Geldanlage die Warndatenbank der Behörde zu konsultieren. Bei Verdacht auf Anlagebetrug sollten sich Betroffene umgehend an die Polizei wenden.