Früher ans Steuer? Während ein Drittel der Österreicher den Führerschein ab 16 befürwortet, sehen viele ältere Fahrer als größeres Risiko im Straßenverkehr.
Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent im Auftrag der Smile Versicherung zeigt, dass knapp ein Drittel der österreichischen Bevölkerung die Einführung eines Pkw-Führerscheins ab 16 Jahren befürwortet. Besonders ausgeprägt ist diese Zustimmung in der Generation Z, wo fast die Hälfte der zwischen 1995 und 2010 Geborenen diese Möglichkeit begrüßen würde. Als Hauptargumente für einen früheren Führerscheinerwerb werden vor allem die Entlastung der Eltern sowie die verbesserte Mobilität Jugendlicher in ländlichen Regionen angeführt.
Rund zwei Drittel der Befragten sehen darin konkrete Vorteile für Familien im ländlichen Raum. Die Umfrage offenbart zudem eine bemerkenswerte Einschätzung hinsichtlich der Verkehrssicherheit: Fast die Hälfte der Teilnehmer stuft das Unfallrisiko bei über 75-jährigen Fahrzeuglenkern höher ein als bei 16-Jährigen. Mehr als vier von zehn Befragten gaben sogar an, Bedenken gegenüber älteren Verkehrsteilnehmern zu haben.
Sicherheitsbedenken
Gleichzeitig fordern 84 Prozent verschärfte Sicherheitsauflagen für minderjährige Autofahrer, und 78 Prozent plädieren für eine verpflichtende Kraftfahrzeugversicherung in dieser Altersgruppe. Knapp die Hälfte der Studienteilnehmer ist überzeugt, dass ein früherer Führerscheinerwerb das Verantwortungsbewusstsein und die Selbständigkeit von Jugendlichen fördern würde – eine Ansicht, die von 62 Prozent der Generation Z geteilt wird.
Nach geltendem Recht können Österreicher derzeit frühestens mit 17 Jahren einen Auto-Führerschein erwerben. In Wien zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Dort spricht sich eine deutliche Mehrheit von 84 Prozent für kostenlose öffentliche Verkehrsmittel anstelle eines früheren Führerscheins aus.
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