Ein Polizeieinsatz legt eine der wichtigsten Bahnverbindungen Österreichs lahm – und hinterlässt Tausende Reisende ohne Antworten.
Auf der Bahnstrecke zwischen Bruck an der Mur und Wien Hauptbahnhof kam es am Montagvormittag zu einem vollständigen Stillstand des Zugverkehrs. Ausgelöst wurde die Unterbrechung durch einen Polizeieinsatz – eine Situation, die vor allem Pendler aus der BKS-Diaspora (bosnisch-kroatisch-serbischsprachige Gemeinschaft) hart trifft, die auf diese Verbindung regelmäßig angewiesen sind.
ÖBB warnt Reisende
Ab 10 Uhr informierte die ÖBB über ihre Webseite sowie die Scotty-App über die Ausfälle. Reisenden wurde empfohlen, mit Verspätungen von bis zu zwei Stunden zu rechnen. Am Bahnhof Bruck an der Mur herrschte Verunsicherung, nachdem sämtliche Verbindungen in Richtung Wien zum Erliegen kamen.
Hintergründe unklar
Über den genauen Hintergrund des Einsatzes herrschte zunächst keine Klarheit. Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung stand eine Bombendrohung im Raum – eine offizielle Bestätigung blieb jedoch aus. Die steirische Polizei äußerte sich nicht zu den Hintergründen und verwies auf das Innenministerium, da es sich um eine länderübergreifende Maßnahme handle.
Wie lange die Beeinträchtigungen andauern würden, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch offen.