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Gewaltdelikt

Kieferbruch nach Kontrolle: Falscher Polizist prügelt Zeitungsfrau

Kieferbruch nach Kontrolle: Falscher Polizist prügelt Zeitungsfrau
(istockphoto: Notarzt)
2 Min. Lesezeit |

Als falscher Polizist forderte er Papiere, dann schlug er zu. Eine Zeitungszustellerin erlitt einen doppelten Kieferbruch, der Täter ist auf der Flucht.

Eine Zeitungszustellerin wurde im vergangenen September in Oberwart im Burgenland Opfer eines brutalen Angriffs. Die 43-jährige Burgenländerin, vierfache Mutter und selbständige Zustellerin, befand sich auf ihrer regulären Route und hatte zusätzlich die Strecke eines Kollegen übernommen. Ihr Ehemann begleitete sie dabei unterstützend, wobei beide auf gegenüberliegenden Straßenseiten arbeiteten.

Nach Abschluss ihrer Tätigkeit kehrte die Frau zum Fahrzeug zurück. Im Rückspiegel bemerkte sie einen Radfahrer, der das hintere Kennzeichen ihres Wagens fotografierte und sich anschließend als Polizeibeamter ausgab. Der Mann verlangte die Fahrzeugpapiere, was die Zustellerin mit Skepsis aufnahm. Als er versuchte, in das Fahrzeuginnere zu greifen, kündigte sie an, die tatsächliche Polizei zu verständigen.

In diesem Moment kam ihr Ehemann zum Fahrzeug zurück und wurde Zeuge der verbalen Auseinandersetzung. Da der Unbekannte die Situation weiter eskalieren ließ und beleidigende Äußerungen tätigte, wählte der Ehemann den Notruf.

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Brutaler Angriff

Gegenüber dem KURIER berichtete die Zustellerin, dass sie auf den Mann zuging, um die Angelegenheit zu klären. Statt ihrer Aufforderung zum Verlassen des Ortes nachzukommen, attackierte der Unbekannte sie und fügte ihr einen doppelten Kieferbruch zu. Als ihr Ehemann eingriff, entwickelte sich ein Handgemenge zwischen ihm und dem Angreifer.

Die alarmierte Polizei traf mit eingeschaltetem Blaulicht ein und nahm den 23-jährigen Täter fest. Bei seiner Vernehmung räumte er die Amtsanmaßung ein, bezeichnete dies jedoch als Scherz und behauptete, lediglich in Notwehr gehandelt zu haben.

Täter flüchtig

Der für den Beschuldigten angesetzte Prozess wegen schwerer Körperverletzung und Amtsanmaßung musste abgesagt werden, da er sich derzeit auf der Flucht befindet.

Das Opfer wird von Rechtsanwalt Gerhard Ederer aus Oberwart vertreten. Seit dem Vorfall leidet die Frau unter psychischen Belastungen und vermeidet es, alleine nach Oberwart zu fahren. Neben der Behandlung des Kieferbruchs war eine Fixierung ihrer Zähne in einer Spezialklinik erforderlich.

Die Fahndung nach dem 23-jährigen Gewalttäter läuft weiterhin.

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KO KOSMO-Redaktion
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