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OXFORD UNIVERSITÄT

Kinder-Impfstudie mit AstraZeneca wurde gestoppt

(FOTOS: Wikimedia Commons/Arne Müseler, iStockphoto)

Eine britische Corona-Impfstoffstudie an Kindern mit der Vakzine von AstraZeneca wird vorerst pausiert. Die Aufsichtsbehörden bewerten derzeit das Gefahrenpotenzial des Impfstoffs.

Als erstes Land in Europa wollte Großbritannien bereits im August damit beginnen, Kinder ab 6 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Dazu wurde von der Oxford Universität in Zusammenarbeit mit dem Impfstoff-Hersteller AstraZeneca eine Studie mit 300 Testpersonen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren angelegt. Doch eben jene Studie wurde nun vorzeitig ausgesetzt.

Eine britische Studie an Kindern mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca wird pausiert. Die Aufsichtsbehörden bewerten unterdessen das Gefahrenpotenzial des Vakzins: „Während es keine Sicherheitsbedenken in der pädiatrischen klinischen Studie gibt, warten wir auf zusätzliche Informationen von der britischen Arzneimittelbehörde MHRA über ihre Überprüfung der seltenen Fälle von Thrombosen bei Erwachsenen“, erklärte die Universität Oxford am Dienstag.

Die Universität hat den Impfstoff zusammen mit dem britisch-schwedischen Pharmariesen AstraZeneca entwickelt. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA ist eine von vielen Behörden auf der ganzen Welt, die derzeit analysiert, ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und einer seltenen Form von Blutgerinnseln gibt. Die WHO und die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wollen ihre Ergebnisse im Laufe der Woche bekannt geben. Die MHRA hatte am Wochenende mitgeteilt, dass es bei den 18 Millionen verabreichten Dosen in Großbritannien 30 Fälle von Thrombosen gab, 7 davon waren tödlich.

Auch andere Hersteller testen an Kindern
Doch nicht nur AstraZeneca hat begonnen seinen Impfstoff an Kindern zu testen. Auch andere Hersteller, wie die mRNA-Konkurrenten Moderna oder BioNTech/Pfizer haben ihre Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Kindern begonnen. Der US-Hersteller Moderna testet seinen Covid-Impfstoff in den USA und Kanada mit 6.750 Kindern zwischen sechs Monaten und maximal elf Jahren. Der Konzern ist zuversichtlich, dass man bereits im Herbst auch Kinder gegen das Coronavirus impfen wird können.

Und auch BioNTech/Pfizer hat bereits mit zwei Corona-Impfstoff-Studien an Kindern begonnen. Die erste findet mit 2.000 Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren an der Duke University im US-Bundesstaat North Carolina statt. Die zweite Studie testet den Impfstoff an den Jüngeren: Mit diesen klinischen Tests werden Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung bei Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht.

Quellen und Links:

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