Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Hebebühne

Kirschenpflückerinnen stürzen aus zwei Meter in die Tiefe

Kirschenpflückerinnen stürzen aus zwei Meter in die Tiefe
Symbolfoto. FOTO: iStock/Mila Usmanova
2 Min. Lesezeit |

Kirschen pflücken mit fatalen Folgen: Als zwei Frauen in einer improvisierten Hebebühne in die Höhe fuhren, riss plötzlich der Sicherungsgurt – mit schmerzhaften Konsequenzen.

Zwei Frauen stürzten in Kirchschlag bei Linz während des Kirschenpflückens ab. Die 62- und 60-jährige Frau hatten sich in eine Euro-Gitterbox begeben, die mit einem Zurrgurt auf den Staplergabeln eines Hoftracs (landwirtschaftliches Mehrzweckfahrzeug) befestigt war. Ein 33-Jähriger stellte das landwirtschaftliche Fahrzeug zur Verfügung und bediente es auch selbst. Er hob die beiden Frauen samt Box etwa zwei Meter in die Höhe.

Unglücksursache

Der Unfall ereignete sich, als beide Frauen sich auf dieselbe Seite der Box bewegten, wodurch der Gurt offenbar riss. Die Box kippte und die Frauen stürzten zu Boden.

Verletzungsfolgen

Die 62-Jährige erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt mit dem Rettungswagen ins Unfallkrankenhaus Linz transportiert. Ihre 60-jährige Begleiterin kam mit leichten Verletzungen davon und wurde ins Kepler Universitätsklinikum eingeliefert.

Sicherheitsvorschriften missachtet

Wie Arbeitsschutzexperten betonen, sind improvisierte Hebevorrichtungen wie Gitterboxen auf Staplergabeln für das Heben von Personen gesetzlich verboten. Für solche Arbeiten müssen speziell geprüfte und gekennzeichnete Arbeitskörbe verwendet werden, die den einschlägigen Sicherheitsnormen entsprechen und mit geeigneten Sicherungseinrichtungen ausgestattet sind.

Die Verwendung ungeeigneter Hilfsmittel wie im vorliegenden Fall stellt einen Verstoß gegen die Unfallverhütungsvorschriften dar und kann bei nachgewiesener grober Fahrlässigkeit strafrechtliche Konsequenzen für den Bediener nach sich ziehen. Ob gegen den 33-jährigen Hoftraktor-Bediener ein Verfahren eingeleitet wird, ist derzeit noch Gegenstand laufender Ermittlungen.

📍 Ort des Geschehens

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen