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Zivilcourage

Konnte nicht zusehen, wie Menschen sterben“: Sydney-Held bricht sein Schweigen

Konnte nicht zusehen, wie Menschen sterben“: Sydney-Held bricht sein Schweigen
Foto: Australian Prime Minister Office
3 Min. Lesezeit |

Mit bloßen Händen gegen einen bewaffneten Attentäter: Ahmed al-Ahmed verhinderte am Bondi Beach ein noch größeres Blutbad. Nun bricht der 44-jährige Syrer sein Schweigen.

Mit Entschlossenheit stellte er sich dem Terror entgegen – und rettete damit vermutlich zahlreiche Leben. Erstmals seit dem blutigen Anschlag am Bondi Beach in Sydney spricht Ahmed al-Ahmed nun öffentlich über seine mutige Intervention. „Meine Seele hat mich dazu getrieben“, erklärt der 44-Jährige im Rückblick auf den 14. Dezember, als er einen bewaffneten Attentäter stoppte. Während des Angriffs gelang es al-Ahmed, einen der Täter zu entwaffnen, wobei er selbst zwei Schussverletzungen am linken Arm erlitt. Videoaufnahmen seiner mutigen Tat verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken. Gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CBS betonte er: „Ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie Menschen vor meinen Augen getötet werden.“

In dem Interview schildert al-Ahmed, wie er den Angreifer von hinten packte und nach dessen Waffe griff. „In diesem Moment arbeiteten mein Herz und mein Verstand zusammen, um Menschenleben zu schützen“, beschreibt er seine Gedanken während der lebensgefährlichen Konfrontation. Eine innere Kraft habe ihn angetrieben – verbunden mit dem unbedingten Willen zu handeln. Der Gedanke an Blut, Schreie und flehende Menschen sei für ihn unerträglich gewesen.

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Mutige Konfrontation

Trotz seiner Verwundung blieb er fokussiert darauf, den 50-jährigen Schützen – den Vater des zweiten Attentäters – aufzuhalten. „Ich habe nicht lange nachgedacht“, gibt al-Ahmed zu. „Mein einziges Ziel war, ihm die Waffe abzunehmen und weitere Opfer zu verhindern.“ Sein beherztes Eingreifen zwang den Angreifer schließlich zum Rückzug, ohne dass weitere Personen verletzt wurden.

Wie der australische Rundfunksender ABC berichtet, musste sich der Familienvater aufgrund seiner Verletzungen mehreren Operationen unterziehen. Al-Ahmed, der aus Syrien stammt und inzwischen die australische Staatsbürgerschaft besitzt, befand sich mit einem Freund in Strandnähe, als der Angriff auf Teilnehmer einer Chanukka-Feier begann. Bei dem Terrorakt kamen insgesamt 16 Menschen ums Leben, darunter auch einer der Täter.

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Weltweite Anerkennung

Die Zivilcourage des 44-Jährigen fand breite Anerkennung auf internationaler Ebene. Australiens Premier Anthony Albanese würdigte ihn als Vorbild für die gesamte Nation. Auch das britische Königshaus und US-Präsident Donald Trump zollten seinem Mut Respekt. Eine Spendenkampagne zur Unterstützung seiner Genesung hat mittlerweile mehr als 2,6 Millionen australische Dollar – umgerechnet etwa 1,5 Millionen Euro – eingebracht.

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KO KOSMO-Redaktion
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