Vom Tabakwarenhändler zum Nationalhelden: Nach seiner mutigen Tat beim Terroranschlag am Bondi Beach erhält Ahmed Al-Ahmed nun eine überwältigende Belohnung.
Ahmed Al-Ahmed, der während des Terroranschlags am Bondi Beach einen Schützen entwaffnete, hat im Krankenhaus einen Scheck über 2,5 Millionen Dollar erhalten. Bewegende Aufnahmen dokumentieren den Moment, als der aus Syrien stammende zweifache Vater erfuhr, dass 43.000 Menschen weltweit für seine mutige Tat gespendet hatten.
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„Verdiene ich das?“, fragte der sichtlich überwältigte 42-Jährige, als ihm der Scheck überreicht wurde. „Jeden Cent“, lautete die prompte Antwort des Überbringers.
Nach seiner Botschaft an die tausenden Spender gefragt, appellierte Al-Ahmed für Zusammenhalt und Menschlichkeit: „Gemeinsam stehen, alle Menschen, das Negative hinter sich lassen und weitermachen, um Leben zu retten. Leben retten“, erklärte er von seinem Krankenbett aus. „Wenn ich Menschen helfe, tue ich das von ganzem Herzen.“
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Die Reaktionen auf das Video zeugten von tiefer Bewunderung für Al-Ahmeds Bescheidenheit. „Was für ein Mann. Was für ein Held. Der Kerl verdient eine Statue“, kommentierte ein Nutzer auf X. Ein anderer meinte: „Er verdient jeden Cent, aber auch die Hinterbliebenen der beiden jüdischen Menschen, die ebenfalls einzugreifen versuchten und erschossen wurden, sollten bedacht werden.“ Ein dritter User schrieb anerkennend: „Ich verdiene es. Verdammt richtig, Kumpel, jeden Cent.“
Der Terroranschlag
Bei dem Massaker am Sonntagabend wurden fünfzehn Menschen getötet, darunter ein zehnjähriges Mädchen, und Dutzende weitere schwer verletzt. Die Bluttat ereignete sich während der Veranstaltung „Chanukka am Meer“, die den Beginn des jüdischen Festes markierte. Al-Ahmed schilderte die Szenerie kurz vor dem Angriff der mutmaßlichen Täter Sajid Akram (50) und dessen Sohn Naveed Akram (24): „Es war ein wunderschöner Tag, alle haben gefeiert, mit ihren Kindern, Frauen, Männern, Jugendlichen“, erinnerte er sich.
„Alle waren glücklich… sie haben es verdient, zu feiern, das ist ihr gutes Recht. Dieses Land ist das beste der Welt… Wir werden nicht tatenlos zusehen, genug ist genug. Gott schütze Australien. Aussie, Aussie, Aussie.„
Der Tabakwarenhändler aus Sutherland avancierte zum Nationalhelden, nachdem Aufnahmen zeigten, wie er auf den älteren Schützen zustürmte und ihm die Waffe entriss. Seine Intervention hatte einen hohen persönlichen Preis – Al-Ahmed erlitt mehrere Schusswunden an Schulter und Arm. Die Spendenaktion für ihn fand weltweite Beachtung, darunter eine Einzelspende von 99.999 Dollar durch den US-Milliardär Bill Ackman.
Weitere Spendenaktionen
Die von CarHub Australia initiierte Kampagne für Al-Ahmed ist eine von mehreren, die nach dem Terroranschlag ins Leben gerufen wurden. Insgesamt wurden über verifizierte GoFundMe-Aktionen rund 5 Millionen Dollar gesammelt, darunter fast 800.000 Dollar für die Familie der zehnjährigen Matilda, des jüngsten Opfers. Mehr als 650.000 Dollar gingen an die Angehörigen von Sofia (61) und Boris Gurman (69), die ebenfalls als Helden verehrt werden, nachdem sie bei dem Versuch, den Angriff zu stoppen, ums Leben kamen.
Die Spenden für die Familie des getöteten Rabbis Eli Schlanger überschritten 360.000 Dollar, während weitere 72.000 Dollar für Boris Tetleroyd zusammenkamen, der mit seinem Sohn bei der Veranstaltung angeschossen wurde.
Der Premierminister von New South Wales, Chris Minns, würdigte Al-Ahmed nach einem Krankenbesuch als „wahren Helden“. Auch die Generalgouverneurin stattete dem angeschlagenen Mann am Dienstag einen Besuch ab und brachte ihm selbst gepflückte Blumen aus dem Admiralty House mit. Sie übermittelte den Dank der australischen Öffentlichkeit und König Charles‘, der sich am Vorabend nach Al-Ahmed erkundigt hatte.
„Für Ahmed möchte König Charles seinen Dank aussprechen für… diesen Moment absoluten Heldentums, der uns alle erschüttert hat und für den wir so dankbar sind“, erklärte Mostyn. Sie fügte hinzu, dass der 43-Jährige voraussichtlich eine Tapferkeitsauszeichnung erhalten werde und bereits „zahlreiche“ Nominierungen eingegangen seien.
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Sajid Akram wurde von der Polizei am Tatort erschossen. Sein Sohn Naveed wurde unter Polizeibewachung mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.
Der 24-Jährige lag zwei Tage im Koma, bevor er mit zahlreichen Anklagen konfrontiert wurde, darunter 15 Mordanklagen.