Home Inland
KINDERGARTEN

Konsequenzen nach Kleiderordnung wegen muslimischen Vätern

FOTO: iStock/shock
FOTO: iStock/shock

In einem Wiener Kindergarten sorgte eine umstrittene Kleiderordnung für Diskussionen. Die Leiterin einer Einrichtung in Penzing soll ihre Mitarbeiterinnen angewiesen haben, sich züchtig zu kleiden, um muslimische Väter nicht zu verärgern. KOSMO berichtete.

Reaktion der Behörden

Die zuständige Magistratsabteilung 10 (MA 10), die in Wien für die Bereiche Bildung und Kindergärten verantwortlich ist, distanzierte sich umgehend von derartigen Vorschriften. Bereits Ende September äußerte sich die Behörde mit den Worten: „Die von Ihnen geschilderte Vorgehensweise entspricht jedenfalls nicht unserer Haltung.“ Die MA 10 betonte, dass solch autoritäre Kleidungsregeln nicht die Werte und Leitlinien der Abteilung widerspiegeln und von der Standortleitung des Kindergartens nicht eigenständig festgelegt werden dürfen.

Eingreifen des Bildungsstadtrats

Der Wiener Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr von der Partei Neos bestätigte, dass in der Angelegenheit ein klärendes Gespräch geführt wurde. Er stellte klar: „Wie wir bereits im Zuge der vorherigen Anfrage klargestellt haben, entspricht es weder den Werten der MA 10 noch des Bildungsstadtrates, wenn derartige Kleidungsvorschriften gemacht werden. Solche Regeln zu erlassen, liegt darüber hinaus gar nicht in der Kompetenz der Standortleitungen.“ Die Mitarbeiter können nun wieder tragen, was sie wollen. Nicht was die Väter verlangen.