Er stellte sich selbst – doch die entscheidende Spur führte ins Leere. Ein Schussvorfall in Wien sorgt weiter für Aufsehen.
Zwei Tage nach dem Schussvorfall in Wien-Liesing hat sich der gesuchte Tatverdächtige am Dienstagmittag freiwillig bei der Polizeiinspektion Tannengasse in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus gemeldet. Der 20-Jährige gab den Beamten gegenüber an, der Gesuchte zu sein, und erklärte, die verwendete Gasdruckpistole nach der Tat in einem Mistkübel in Wien-Penzing entsorgt zu haben.
Er führte die Einsatzkräfte anschließend zu dem betreffenden Behältnis – dieses war jedoch bereits geleert worden, die Waffe blieb unauffindbar.
Aussageverweigerung & Opfer
Im weiteren Verlauf verweigerte der 20-Jährige jede weitere Aussage zum Tatgeschehen. Zudem stellte die Polizei eine ursprüngliche Fehlinformation richtig: Nicht der ältere Bruder, sondern der 17-Jährige war das Ziel des Schusses gewesen.
Das jugendliche Opfer befand sich am Sonntagabend gemeinsam mit seinem Bruder auf dem Heimweg in Wien-Liesing, als die beiden auf den früheren Bekannten stießen. Der Kontakt zu ihm war bereits vor einiger Zeit abgebrochen – über die Hintergründe äußerten sich die Beteiligten bislang nicht.
Um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen, beschleunigten die Brüder ihr Tempo. Der 20-Jährige folgte ihnen dennoch, beleidigte sie verbal und feuerte schließlich auf den 17-Jährigen. Dieser erlitt eine nicht lebensgefährliche Verletzung am Kopf und befindet sich mittlerweile in häuslicher Pflege.