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VAKZINE

Kosovo: „Corona-Impfung nur für Serben“

Kosovo: „Corona-Impfung nur für Serben“
(FOTO: iStockphoto, zVg.)
2 Min. Lesezeit |

Am Balkan vermischen sich zwei Krisen – die Corona-Pandemie und Kosovo-Frage – und sorgen damit für politischen und gesellschaftlichen Sprengstoff.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić kündigte Corona-Impfungen im Norden des Kosovos an, jenem Teil des Landes, der mehrheitlich von Serben bewohnt wird. Diese Aktion wurde bereits Ende Dezember 2020 verkündet und soll nun in die Tat umgesetzt werden. Zuerst sollen die über 75-Jährigen vakziniert werden, danach auch alle anderen. Die kosovarische Regierung wurde über diese Kampagne jedoch nicht in Kenntnis gesetzt.

„Illegale Aktion“
Pristina sieht in Vučićs Vorhaben einen direkten Eingriff in die Souveränität des Kosovos. Dies ist laut internationalem Gesetz nicht nur verboten, sondern würde den Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo, der sich sowieso in einer mehrmonatigen Eiszeit befindet, noch weiter erschweren.

Kosovos Premierminister Avdullah Hoti bezeichnet die Impfaktion als illegal und der Gesundheitsminister Armend Zemaj kündigte eine Untersuchung an. „Ich habe die pharmazeutische Aufsichtsbehörde und die Gesundheitsinspektion in Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft beauftragt zu ermitteln“, erklärte Zemaj gegenüber der „Deutschen Welle“.

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Zwei parallele Gesundheitssystem
Die Gesundheitsversorgung im Kosovo ist jedoch bereits vor der Ankündigung der Impfkampagne für die serbische Bevölkerung gespalten. Im Norden des Landes verrechnen Krankenhäuser und Gesundheitszentren ihre Dienste über serbische Krankenkassen, während der Rest des Kosovos über ein eigenes, zweites Gesundheitssystem verfügt.

Während angeblich im nördlichen Kosovo bereits die serbische Bevölkerung geimpft wird, muss der Rest des Landes auf Impfstofflieferungen warten. Die ersten Dosen sollen dann im Februar verimpft werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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