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EU-GESPRÄCHE

Kosovo erfüllt Bedingungen für Visafreiheit, Kein Fortschritt bei Verhandlungen mit Serbien

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(FOTO: Twitter-Screenshot/Maja Kocijančič)

Wie die EU-Kommission am Mittwoch bestätigte, erfüllt der Kosovo alle Bedingungen für die Visafreiheit. Allerdings brachten das Gespräch zwischen Vučić und Thaçi keine Fortschritte.

Der Innenkommissar der Europäischen Union, Dimitris Avramopoulos traf gestern mit dem kosovarischen Präsidenten Hashim Thaçi zusammen und rief auf, die Visafreiheit für den Kosovo rasch umzusetzen. Laut Avramopoulos habe das Land in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte gemacht.

„Die Visabefreiung ist ein wichtiger Moment für den Kosovo, für den Westbalkan und für ganz Europa“, so der Innenkommissar, der nun vom jüngsten Balkanstaat erwartet, dass Migrations- und Sicherheitsfragen sowie der Kampf gegen die Korruption angegangen werden.

Festgefahrene Fronten zwischen Serbien und Kosovo
Weniger erfolgreich zeigte sich das Gespräch zwischen dem serbischen und kosovarischen Präsidenten in Brüssel, bei welchem die EU als Vermittler zugegen war.

Nach dem Gespräch mit seinem Amtskollegen und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini bezeichnete Hashim Thaçi das Treffen als „unangenehm“. Seiner Meinung nach sei es das schlechteste Treffen in den vergangenen sechs Jahren gewesen.

Interessanterweise war das Treffen auch relativ kurz. Nach nur zweieinhalb Stunden wurde das Gespräch ohne Ergebnis beendet. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić sprach sich für weitere Verhandlungen aus und betonte, dass sich beide Seiten darauf einigen konnten, keine neuen Konflikte zu befeuern.

Allerdings stellte sich Vučić klar gegen die Forderungen des Kosovo, dass Belgrad den jungen Staat bedingungslos anerkennt: „So funktioniert das nicht“, kommentierte der serbische Staatschef.