Beim Krampusumzug in Osttirol endete der Familienspaziergang für einen 44-Jährigen im Krankenhaus. Maskierte warfen ihn zweimal brutal zu Boden.
Ein 44-jähriger Familienvater erlitt am Samstagabend schwere Verletzungen bei einem Krampusumzug in Matrei in Osttirol. Der Mann befand sich gegen 20.00 Uhr auf einem Spaziergang mit seiner Familie, als er Opfer zweier aufeinanderfolgender Attacken durch Krampusfiguren wurde.
Die maskierten Gestalten packten den Mann jeweils an seiner Kleidung und führten den regional als „Klaubaufwurf“ bekannten Griff aus, wodurch das Opfer zu Boden geschleudert wurde. Durch diese doppelte Aktion zog sich der Familienvater eine erhebliche Schulterverletzung zu, wie aus dem Polizeibericht hervorgeht. Der Verletzte musste sich anschließend im Bezirkskrankenhaus Lienz in medizinische Behandlung begeben.
Osttiroler Tradition
In der Osttiroler Region wird der Begleiter des Nikolaus traditionell als „Klaubauf“ bezeichnet. Die Brauchtumsgestalten ziehen ab dem 3. Dezember in großer Zahl durch die Ortschaften. Matrei in Osttirol gilt als Zentrum dieser Tradition.
Der sogenannte „Klaubaufwurf“ beschreibt eine Praktik, bei der Passanten an ihrer Kleidung ergriffen und rücklings zu Boden geworfen werden.
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Die Exekutive hat inzwischen Untersuchungen zu dem Zwischenfall eingeleitet.