Trumps Friedensversprechen geraten ins Wanken. Während der US-Präsident eine Militärparade abhält, eskalieren die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten weiter.
Die diplomatischen Ambitionen des US-Präsidenten scheinen zunehmend an der Realität zu scheitern. Donald Trumps im Wahlkampf vielbeschworene Zusage, den Konflikt in der Ukraine rasch zu einem Ende zu führen, verliert angesichts der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten an Substanz. Seit den israelischen Militäroperationen gegen den Iran zeichnet sich ab, dass weder in der Ukraine noch im Gazastreifen eine Beendigung der bewaffneten Auseinandersetzungen in greifbare Nähe rückt. Sicherheitsexperten warnen vielmehr vor einer weiteren Verschärfung der Lage im Nahen Osten durch die israelischen Angriffe auf iranisches Territorium.
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Brett Bruen, der unter Barack Obama außenpolitische Beraterfunktionen innehatte, konstatiert: „Die Trump’sche Diplomatie ist eines der ersten Opfer dieser Angriffe.“ Bereits die Bemühungen des US-Präsidenten um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas gestalteten sich äußerst schwierig. „Der Iran sah am vielversprechendsten aus – und Netanjahu hat das einfach verdorben.“ Trumps Versuch, den gescheiterten Atomvertrag wiederzubeleben, wird durch die Luftschläge erheblich kompliziert – obwohl der Präsident offenbar vorab über die israelischen Angriffsabsichten informiert war, was seine diplomatischen Initiativen zusätzlich belastet.
Militärische Realitäten
Militäranalysten gehen davon aus, dass die unterirdische Nuklearanlage Fordo (iranische Urananreicherungsanlage) derart gesichert ist, dass eine nachhaltige Beschädigung nur mit amerikanischer Militärunterstützung realisierbar wäre. Ein solches Vorgehen stünde jedoch in direktem Widerspruch zu Trumps Wahlversprechen einer friedensstiftenden Politik. Die Eskalationsspirale dreht sich indes weiter: Während der israelisch-iranische Konflikt an Schärfe gewinnt, dauern die intensiven Kampfhandlungen in der Ukraine unvermindert an.
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In Gaza setzt Israel seine Militäroperationen gegen die Hamas fort. Weite Teile des Küstenstreifens sind mittlerweile zerstört, bewaffnete Auseinandersetzungen gehören zum Alltag. Allein am Donnerstag wurden mehr als 100 Todesopfer infolge israelischer Angriffe im Gazastreifen dokumentiert.
Trumps Inszenierung
Ungeachtet dieser Entwicklungen inszeniert sich Trump in Washington. In der Hauptstadt findet die von ihm initiierte Militärparade zum 250-jährigen Bestehen der US-Streitkräfte statt.
Das Großereignis, an dem etwa 6000 Soldaten, 50 Hubschrauber und 150 Panzer teilnehmen, fällt mit dem 79. Geburtstag des Präsidenten zusammen.