Kroatien rüstet auf – und macht nun Ernst: Eine neue Munitionsfabrik soll im Land entstehen, dahinter steckt ein mächtiger Partner.
Die kroatische Regierung hat grünes Licht für den Bau einer Munitionsfabrik im Land gegeben. Vizepremier und Verteidigungsminister Ivan Anusic begründete den Schritt mit der veränderten Sicherheitslage in Europa. „Angesichts der veränderten Sicherheitslage unterstützt die Regierung der Republik Kroatien den Bau einer Munitionsfabrik in der Republik Kroatien“, erklärte er.
Ministerielle Zusammenarbeit
Das Verteidigungsministerium wurde beauftragt, gemeinsam mit mehreren Ressorts in möglichst kurzer Zeit alle erforderlichen Voraussetzungen für die Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding mit der Beretta Holding zu schaffen. In den Prozess eingebunden sind das Finanzministerium, das Außen- und Europaressort, das Innenministerium sowie die Ministerien für Justiz, Verwaltung und digitale Transformation, Umweltschutz und grüne Transition und Wirtschaft.
SAFE-Kredit Kroatiens
Erst eine Woche zuvor hatte Zagreb eine Kreditvereinbarung im Rahmen der europäischen Sicherheitsinitiative SAFE (EU-Rüstungsfinanzierungsprogramm) im Volumen von 1,7 Milliarden Euro unterzeichnet. Premierminister Andrej Plenkovic hatte dabei angekündigt, die Mittel in deutsche Leopard-Panzer, französische Caesar-Haubitzen und tschechische Logistikfahrzeuge für die kroatischen Streitkräfte zu investieren – sowie in verschiedene Munitionstypen.