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Schlangenwarnung

Kroatiens giftigste Schlange ist wieder da – Urlauber aufgepasst!

Kroatiens giftigste Schlange ist wieder da – Urlauber aufgepasst!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Mit dem Anstieg der Temperaturen ist in Kroatien die Saison der Poskok-Viper – auch als Nasenhornviper bekannt – angelaufen. Die Art gilt als giftigste Schlange in diesem Teil Europas und erwacht laut Experten bereits Anfang März aus dem Winterschlaf. Besonders häufig ist sie in Küsten- und Bergregionen wie Dalmatien, Istrien und Lika anzutreffen.

Wer sich in der freien Natur bewegt, sollte entsprechende Vorsicht walten lassen – auch wenn Begegnungen vergleichsweise selten bleiben. Fachleute weisen darauf hin, dass die Poskok-Viper zwar zu den giftigen Schlangen zählt, von Natur aus jedoch nicht auf Konfrontation aus ist und den Menschen aus dem Weg geht, wo immer es ihr möglich ist.

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Sicheres Verhalten

Wer in der Natur unterwegs ist, kann das Risiko einer unerwarteten Begegnung deutlich senken, indem er seine Anwesenheit frühzeitig ankündigt – etwa durch leichtes Klopfen mit einem Stock auf den Boden oder durch Geräusche beim Gehen. Experten empfehlen außerdem, die Umgebung stets im Blick zu behalten, denn Vipern halten sich nicht ausschließlich am Boden auf, sondern ruhen bisweilen auch auf tief hängenden Ästen.

Kommt es dennoch zu einer Begegnung, lautet die Empfehlung: Ruhe bewahren und der Schlange durch langsames Zurückweichen genügend Raum lassen. Sollte ein Biss erfolgen, ist unverzüglich ärztliche Versorgung aufzusuchen – eine Behandlung mit Gegengift muss so rasch wie möglich eingeleitet werden. Eine gewisse Entwarnung liefert jedoch die Tatsache, dass etwa 20 bis 30 Prozent der Poskok-Bisse sogenannte Trockenbisse sind, bei denen kein Gift injiziert wird. Dass solche Vorfälle tatsächlich eintreten, ist jedoch selten: Der Rettungsdienst der Region Zadar verzeichnete in den vergangenen zwei Jahrzehnten nur eine Handvoll Einsätze im Zusammenhang mit Schlangenbissen.

Mythen & Tradition

Rund um die Poskok-Viper kursieren zahlreiche Mythen – darunter die Vorstellung, sie könne ohne Provokation springen oder verhalte sich grundsätzlich aggressiv. Experten widersprechen solchen Behauptungen jedoch klar und bezeichnen sie als haltlos. Jana Mijailovic vom kroatischen Bergrettungsdienst betont, dass Fehlinformationen unnötige Ängste schüren und eine fundierte Aufklärung der Bevölkerung daher unbedingt notwendig ist.

In früheren Zeiten entwickelten manche Gemeinschaften ein ganz eigenes Verhältnis zu Schlangen. In der Gegend rund um Bokanjac bei Zadar lebten ganze Generationen davon, Schlangen zu fangen und zu handeln – ausländische Käufer reisten eigens dafür in die Region.

Diese Tradition ist heute weitgehend verschwunden, hinterlässt aber ihre Spuren als bemerkenswerter Teil des lokalen kulturellen Gedächtnisses.

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KO KOSMO-Redaktion
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