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Reisewarnung

Kroatien „unsicher“? Serbische Warnung sorgt für Wirbel in Österreich

Kroatien „unsicher“? Serbische Warnung sorgt für Wirbel in Österreich
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Serbiens Reisewarnung für Kroatien sorgt für Wirbel – auch in Österreich, wo die Adria zu den liebsten Urlaubszielen zählt.

Die neue Reisewarnung Serbiens für Kroatien hat mittlerweile auch in Österreich für Aufmerksamkeit gesorgt. Österreichische Medien greifen die Empfehlung des serbischen Außenministeriums auf, die unter Reisenden zu Diskussionen geführt hat.

Auslöser der Debatte ist ein neues Stufensystem für Reisehinweise, das Belgrad eingeführt hat. Kroatien wurde dabei der orangenen Kategorie zugeordnet – der zweithöchsten Warnstufe. Serbischen Staatsbürgern wird demnach empfohlen, Kroatien nur dann zu bereisen, wenn dies unbedingt notwendig ist.

Als Begründung führt das Ministerium mögliche Sicherheitsrisiken an. In der offiziellen Stellungnahme ist von „vermehrten Zwischenfällen, Spannungen und ungünstigen Sicherheitsbedingungen“ die Rede. Reisende werden zu erhöhter Wachsamkeit angehalten, sollen größere Menschenansammlungen meiden und bei organisierten Reisen – etwa von Sportmannschaften – besonders aufmerksam sein, da es zu möglichen Provokationen kommen könne.

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Zagrebs Reaktion

Auch Zagreb ließ die Empfehlung nicht unkommentiert. Das kroatische Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten betonte, Kroatien sei Mitglied der Europäischen Union, der NATO und des Schengen-Raums und zähle laut europäischen Statistiken zu den sichersten Ländern des Kontinents.

Tourismusminister Tonci Glavina wies die Warnung als unbegründet zurück und erklärte, sie stehe eher im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen als mit der tatsächlichen Sicherheitslage im Land. Jährlich sind rund 20.000 Menschen aus Serbien im kroatischen Tourismussektor beschäftigt, und auch die Zahl serbischer Urlauber an der Adria bleibt ungebrochen hoch.

Österreichs Haltung

Wie das Portal Heute.at berichtet, wird die Entwicklung auch in Österreich aufmerksam verfolgt. Kroatien gehört seit Jahren zu den meistbesuchten Urlaubszielen österreichischer Reisender, und zahlreiche Familien verbringen ihren Sommerurlaub regelmäßig an der Adriaküste.

Das österreichische Außenministerium hat seine Sicherheitsbewertung für Kroatien bislang nicht angepasst. Die Behörden stufen Kroatien weiterhin als sicheres Reiseziel ein. Da für österreichische Staatsbürger aktuell keine offiziellen Reisewarnungen bestehen, bleiben die Urlaubspläne der meisten Österreicher unverändert.

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Der Bericht hält außerdem fest, dass sich die serbische Empfehlung ausschließlich an eigene Staatsbürger richtet und keine unmittelbaren Auswirkungen auf internationale Touristen hat. Heute.at erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auch andere Staaten in der Vergangenheit allgemeine Reisehinweise für mehrere europäische Länder herausgegeben haben. So sprach etwa Großbritannien Warnhinweise für beliebte Reiseziele wie Italien, Portugal, Deutschland und die Schweiz aus – mit Verweis auf erhöhte globale Terrorismusrisiken sowie zunehmende Kleinkriminalität in touristischen Zentren.

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KO KOSMO-Redaktion
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