Wien-Alsergrund, Dienstagnachmittag: Eine Baustelle wird zur Tragödie. Vier Todesopfer, ein Schwerverletzter – und 100 Einsatzkräfte im Kampf gegen die Zeit.
In Wien-Alsergrund hat sich am Dienstag bei laufenden Bauarbeiten ein schweres Unglück ereignet, das einen massiven Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten nach sich zog. Vier Arbeiter verloren dabei ihr Leben, ein weiterer wurde mit schweren Verletzungen geborgen. Wie Martin Hofbauer, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr, bestätigte, stürzten im Innenhof der Baustelle Gerüst- und Schalungsteile sowie große Betonmengen in die Tiefe – Material, das im Rahmen von Betonierungsarbeiten im Einsatz war.
Ein 45-jähriger Arbeiter überlebte das Unglück schwer verletzt. Er zog sich Verletzungen am Kopf, an der Wirbelsäule sowie an Händen und Armen zu. Noch an der Unfallstelle wurde er notfallmedizinisch versorgt und anschließend in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht.
Großeinsatz der Helfer
Rund 100 Einsatzkräfte und 30 Fahrzeuge waren im Großeinsatz. Die Helfer arbeiteten sich teils mit Werkzeug, teils mit bloßen Händen durch die Betonmassen, um Klarheit über das Schicksal der Verschütteten zu erlangen. Am Nachmittag verfolgten Dutzende Schaulustige das Geschehen – darunter auch Schülerinnen und Schüler des Lycée français de Vienne (französische Schule in Wien).
Vier Tote bei schwerem Arbeitsunfall in Alsergrund: Polizeisprecher Philipp Haßlinger bestätigt im Interview die tragische Bilanz des Einsatzes. Einsatzkräfte weiterhin vor Ort. #wien #polizei #w1703 pic.twitter.com/HSao0v5AoY
— Esterreicherr (@Esterreicherr) March 17, 2026
Weiträumige Sperren
Rund um die Unfallstelle ist die Porzellangasse vollständig gesperrt. Die Sperren betreffen die Kreuzungen Liechtensteinstraße/Thurngasse und Porzellangasse/Grünentorgasse sowie den Bereich um den Bauernfeldplatz. Bereits kurz nach dem Unglück bildeten sich erhebliche Staus – ein weiträumiges Verkehrschaos war die Folge.
Bereits kurz nach dem Unglück bildeten sich erhebliche Staus – ein weiträumiges Verkehrschaos war die Folge.