Start NEWS PANORAMA Landminen: Todesfallen die das Leben in Bosnien-Herzegowina erschweren
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Landminen: Todesfallen die das Leben in Bosnien-Herzegowina erschweren

(Foto: zVg.)

Wie viel Bosnien-Herzegowina in den Umweltschutz investiert, lässt sich am besten durch die Tatsache aufzeigen, dass der Großteil des Landes unter Minen statt dem ökologischen Schutz steht.

Millionen Minen und Munition wuchern seit dem Krieg in Bosnien-Herzegowina. Derzeit ist das Land eines der am stärksten von Minen betroffenen Ländern weltweit. 2013 waren, laut der Deutschen Minenräumer, noch über 2 Prozent der Landesfläche vermint. Die genaue Zahl lässt sich nicht bestimmen, da viele Minenlagepläne während des Krieges zerstört wurden. Hinzu kommen noch Minenfelder, die die paramilitärischen Einheiten gelegt haben. Diese wurden nicht dokumentiert. Schätzungen nach  liegen in Bosnien-Herzegowina 200.000 Minen verstreut.

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Bosnische Städte haben an die Verbrechen, die vor 25 Jahren gegen die Nichtserbische Bevölkerung in Prijedor verübt wurden, gedacht. Symbolisch wurde weiße Bänder getragen.

 

Das Land birgt eine der vielfaltigsten Tier-und Pflanzenwelten in ganz Europa. Obwohl diese biologische Vielfalt zu den besten Indikatoren der Umweltqualität zählen, sind in Bosnien-Herzegowina nur zwei Prozent des Territoriums auch geschützt. Vor den 90er Jahren standen über hunterte Gebiete des Ladnes unter Artenschutz. Über hunderte Bäume waren ebenso geschützt. Heute sind es sehr wenige Naturschauplätze, die diesen Schutz genießen dürfen. Der einzige Baum der offiziell durch den Staat geschützt ist, ist die Buche. Drei Nationalparks Nationalpark Sutjeska, Nationalpark Kozara und Nationalpark Una zählen derzeit ebenso zu den geschützten Flächen des Landes.

Umweltaktivisten warnen davor, dass die Regierung zu wenig in die Umwelt investieren würde. Vielmehr fließen die Gelder in den sogenannten Öko-Tourismus, als in langfristige Projekte. Dass viele Pflanzen-oder Baumarten vom Aussterben bedroht sind, dass scheint die Regierung nicht zu stören. Erst heuer wolle Bosnien-Herzegowina, mit 50.000 Euro jährlich, die Minenräumungen unterstützen. Seit Jahren werden Kinder, Frauen und Männer Opfer der zahllosen Minen, die sich noch immer in den Wäldern und Fledern befinden. In der Nachkriegszeit wurden 1.751 Menschen verletzt, 612 Menschen fanden den Tod durch Minen. Es wird zu wenig in die Minenräumarbeiten investiert, genauso wenig wie auch in die Umwelt. Beide Probleme werden ignoriert. Obwohl die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet und der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes gebremst wird.