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GRG 23 Alterlaa

Liesing feiert Schacherfolge beim internationalen Schulturnier

v.l.n.r.: Prof. Josef Zauner, Mag. Kristina Mandl (Bildungsministerium), Bezirksvorsteher Gerald Bischof, Direktor Markus Michelitsch FOTO: BV23/Kaiser

Seit 1999 gibt es das außergewöhnliche internationale Schulschachturnier. Damals entwickelte es sich am Rande des ganz großen Hype Alpe Adria-Schachfestes in Kärnten, bei dem Schulmannschaften üblicherweise chancenlos waren gegen Städte-, Länder- und sonstige Auswahl-Teams waren. Manchen der begleitenden Lehrer*innen schwebte ein echtes Schulturnier ohne Profis vor, auch nicht ein Turnier der Landesbesten, wie es ohnehin in den Finali der Schülerliga schon besteht.

Am ersten Turnier am GRG 23 Hagenmüllergasse nahmen verschiedene Schulen aus den Städten Wien, Köln, Venedig und Znaim teil. Die Beteiligung wechselte immer wieder. So schied Znaim aus und andere Städte tauchten dafür auf, verschwanden wieder (wie das professionellste Toulouse samt dem ersten Originalpokal oder Perugia in Italien mit dem unvergesslichen Besuch in Assisi). Zuletzt kam Novara dazu und hält bis heute Kontakt mit den anderen Organisatoren. Zweimal waren wir bereits in Arona am Lago Maggiore zu Gast, das auch im November zwar sehr ruhig aber auch sehr einladend ist.

In den letzten Jahren fand ein Generationenwechsel statt. So richtete das Wiener Urgestein und Herzblut Walter Rubisch das Turnier 2018, schon im ersten Jahr seiner Pension zuletzt aus. Novara folgte eben im November 2019 mit dem 20. Turnier. Keine drei Wochen später war es mitten im Hotspot einer der ersten Corona-Krisen. Damit war in den Folgejahren nicht daran zu denken längerfristig ein internationales Ereignis zu veranstalten. Köln mit dem Liebfrauengymnasium, das nun an der Reihe war, griff die Tradition 2023 wieder auf. 2024 waren wir wieder in Venedig am Liceo Foscarini nahe den Touristenzentren in dem ehemaligen Kloster mit der säkularisierten Kirche eingeladen. Die Reihe war nun wieder an Wien.

Zwei Gründe gab es, nun die Organisation für die 23. Auflage des internationale Schulschachturniers zu erwägen. Zunächst war ich mit meinen beiden Schachschulen am GRG 21 Franklinstraße 21 (über das ich auch mit dem) und dem GRG23 Alterlaa oft genug Profiteur von der Organisation anderer. Zum anderen war es die letzte Gelegenheit ein solches Unterfangen zu wagen. Dass ich meinen Kollegen Dominik Tonn, der Schach nach mir übernehmen wird, an der Seite habe, dazu einen sehr zupackenden und verlässlichen Schulwart und auch den Rückhalt durch Direktor Michelitsch hatte, erleichterte mir die Entscheidung. Von den Kolleg*innen der anderen 7 Schulen kam kein Wiederstand.

Internationales Schachturnier

So kam das Internationale Schachturnier Wien – Köln – Venedig – Novara nach Liesing in die Anton Baumgartnerstraße. Unterstützt auch durch die Liesinger Kulturförderung konnten die entstandenen Kosten leichter getragen werden. Hilfe von Freunden, von anderen Schulen trugen ebenso dazu bei.

Die Veranstaltung nahte, leider kam 4 Wochen vor dem Start die sehr wahrscheinliche Absage von Köln, eine Woche später, aufgrund der in Italien für Schulen höheren Reisekosten, kam leider auch jene von Novara. Eine Absage kam nicht in Frage und der Austausch, die Gespräche auch mit den Gästen aus Italien, das Fest, zu dem das Turnier wurde, die Besuche ehemaliger Lehrer, Schüler*innen bestätigten das Festhalten am Turnier.

Die Rückmeldungen über die Eröffnung, die Musik von Theo Lin 6B, über das Ambiente, den klaglosen Ablauf waren die größte Bestätigung für mich. Dazu kam die souveräne Leitung durch den Hauptschiedsrichter Kaweh Christof und seiner zweiten Hand, die aktuelle österreichische Staatsmeisterin im Schach, Veronika Exler, eine ehemalige Schülerin der Franklinstraße und ebenfalls ehemalige Teilnehmerin an diesem Turnier.

Bezirksvorsteher Gerald Bischof gratuliert: „Organisation, Atmosphäre und sportliche Leistungen – alles hat gepasst. Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten, allen voran Professor Zauner, die dieses Tunier möglich gemacht haben und herzliche Gratulation allen Gewinnerinnen und Gewinnern! Ich freue mich, dass wir mit der Liesinger Kulturförderung hier finanziell unterstützen konnten!“

Auch in Hinsicht auf das Schachliche war das Turnier für das GRG 23 Alterlaa ein Erfolg: Das Mädchenteam der Unterstufe U-15 belegte im Gesamtbewerb den 4. Rang von 21 Teams. Dass sie die Mädchenwertung gewonnen haben, war damit klar. Im U-19-Bewerb schaffte das A-Team den dritten Platz, damit auch den Pokal und die Bronzemedaille. Die Städtewertung und damit der große Pokal ging an Wien und wird das kommende Jahr in der Glasergasse Erich-Fried-Gymnasium sein, das den Bewerb U-19 gewonnen hat.

Nächstes Jahr sollte Novara an der Reihe sein. Vieles aber noch nicht alles spricht dafür. In den nächsten Wochen werden wir darüber mehr wissen.