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Jobverlust

Jobs wackeln: Droht bei Voestalpine eine weitere Kündigungswelle?

Kündigung
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Die Voestalpine hat für ihre steirischen Standorte in Mürzzuschlag und Kindberg einschneidende Veränderungen angekündigt. Das Werk Böhler Bleche in Mürzzuschlag wird nicht geschlossen, wie zeitweise befürchtet, jedoch erheblich verkleinert. In Kindberg bei Voestalpine Tubulars entfällt künftig eine komplette Schicht. Insgesamt verlieren 280 Mitarbeiter sowie 60 Leiharbeiter ihre Arbeitsplätze. Die Betroffenen werden im November offiziell beim Arbeitsmarktservice gemeldet.

In Mürzzuschlag, wo aktuell etwa 450 Menschen beschäftigt sind, bleibt der Standort erhalten, wird aber neu ausgerichtet. Der Konzern plant eine stärkere Konzentration auf Spezialprodukte und strukturelle Anpassungen. Etwa ein Viertel der Belegschaft muss gehen. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Voestalpine Böhler Bleche einen Umsatz von 138 Millionen Euro.

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Standort Kindberg

Der Standort Kindberg, an dem nahtlose Stahlrohre und Gewindeverbindungen für die Öl-, Gas- und Industriebranche hergestellt werden, steht unter besonderem Druck. Hier wirken sich vor allem die US-Zölle auf Stahlprodukte negativ auf die Produktion aus, wie das Unternehmen erklärt. Mit der Streichung einer kompletten Schicht gehen weitere Arbeitsplätze verloren.

Soziale Maßnahmen

Der Konzern versichert, seiner sozialen Verantwortung gerecht werden zu wollen und erarbeitet gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Sozialplan. Die Halbjahresbilanz 2025/26 der Voestalpine bringt somit für die steirischen Standorte zwar keine Schließungen, aber deutliche personelle Einschnitte.

Ein Sozialplan soll die Auswirkungen für die 340 betroffenen Arbeitskräfte mildern.