Wer meint, Luxus habe Grenzen, wird eines Besseren belehrt: Maison Francis Kurkdjian lanciert ein Parfum, das mit 28.000 Euro zu Buche schlägt. Diese astronomische Preismarke macht den Duft nicht nur zu einem kosmetischen Produkt, sondern zu einem Statement der Exklusivität.
Der französische Parfümeur reiht sich damit in die Liga der Luxusmarken ein, die Düfte als Sammlerstücke positionieren – Bulgari verlangte für seinen Opera Prima bereits 235.000 Dollar, während Dior 2016 eine Edition für 75.000 Dollar auf den Markt brachte.
Die extreme Rarität des Baccarat Rouge 540 ist Teil seines Konzepts: Jährlich verlassen lediglich 54 Exemplare die Manufaktur, insgesamt werden nur 540 Flacons weltweit produziert. Käufer erwerben nicht nur ein Parfum, sondern Zugang zu einem exklusiven Zirkel. Neben der besonderen Duftkomposition sorgt eine außergewöhnliche Ingredienz für den Preissprung: Ambergris (Walrat), eine Substanz aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen, die nach jahrelanger Reifung im Meer einen charakteristischen moschusartigen Duft entwickelt – eine der begehrtesten Komponenten in der Parfümerie.
Kristallkunstwerk
Das eigentliche Kunstwerk ist jedoch die Verpackung: Ein Kristallgehäuse in leuchtendem Rot mit 24-karätigem Goldverschluss aus der Feder des Designers Fred Rawyler. An diesem Objekt arbeiteten 19 Baccarat-Handwerker insgesamt 500 Stunden. Die Präsentation wird durch eine Schatulle aus Fichtenholz mit Lederelementen und Spiegeln vervollständigt, ergänzt durch eine maßgeschneiderte Hülle aus Lammleder, gefertigt in einem Pariser Atelier.
Exklusiver Club
Der Erwerb dieses Duftes öffnet Türen zu einem exklusiven Netzwerk: Käufer werden automatisch in den Club „Les amis du Rouge“ aufgenommen. Diese Mitgliedschaft beinhaltet private Dinner, persönliche Workshops mit Francis Kurkdjian, Zugang zu seiner kommenden Ausstellung im Palais de Tokyo (Kunstmuseum) in Paris sowie einen Opernbesuch in Wien. Als zusätzlichen Service bietet das Haus bis zu fünf kostenlose Nachfüllungen pro Jahr an – eine Geste, die angesichts der Kaufkraft der Zielgruppe eher symbolischen Charakter hat.
Wer bereit ist, eine solche Summe für ein Parfum auszugeben, wird kaum an Nachfüllkosten sparen müssen.