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Infrastrukturprojekt

Mega-Bauprojekt verbindet Herzegowina und Dalmatien enger!

Mega-Bauprojekt verbindet Herzegowina und Dalmatien enger!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

80 Kilometer Asphalt, zwei Länder, ein Ziel: Eine neue Verbindungsachse rückt Mostar und die Makarska-Riviera näher zusammen.

Zwei Infrastrukturprojekte, die auf beiden Seiten der bosnisch-kroatischen Grenze gleichzeitig vorangetrieben werden, sollen die Herzegowina und Dalmatien künftig auf direktem Weg miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen eine neue Schnellstraße durch die westliche Herzegowina sowie eine kroatische Staatsstraße, die nahtlos an diese anschließen wird. Zusammen kommen die beiden Trassen auf rund 80 Kilometer – und schaffen damit eine durchgehende Verbindungsachse von Mostar bis zur Makarska-Riviera, mit Anbindung an Split.

Das herzegowinische Teilstück verläuft von Mostar über Siroki Brijeg und Grude bis zur kroatischen Grenze und misst insgesamt rund 60 Kilometer. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen: Auf den ersten aktiven Abschnitten zwischen Siroki Brijeg und Grude sind schwere Maschinen im Einsatz, und auch die Arbeiten im anspruchsvollen herzegowinischen Gelände wurden in den vergangenen Monaten aufgenommen. Derzeit laufen die Bauarbeiten auf zwei Teilstücken – Polugrno–Podledinac mit 5,48 Kilometern sowie Podledinac–Grude Istok mit 6,36 Kilometern.

Bau in Vollgange

Der Auftragswert für diese ersten zwölf Kilometer beläuft sich auf 124,5 Millionen Konvertible Mark inklusive Mehrwertsteuer; die Fertigstellung ist innerhalb von 30 Monaten geplant. Das Projekt hatte jahrelang auf seine Umsetzung gewartet – nun ist der Bau in vollem Gange, und die seit Langem diskutierte bessere Anbindung der westlichen Herzegowina nimmt konkrete Form an.

Auf kroatischer Seite entsteht parallel dazu die Staatsstraße von Zagvozd über Imotski bis zum Grenzübergang Vinjani Donji, wo die beiden Trassen künftig aufeinandertreffen werden. Das kroatische Teilstück ist rund 20 Kilometer lang; mit dem Bau des ersten Abschnitts von Zagvozd bis Poljica, der 5,1 Kilometer umfasst, soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Auf einzelnen Streckenabschnitten ist zudem eine dritte Fahrspur vorgesehen, um den Verkehrsfluss zusätzlich zu verbessern.

Regionale Bedeutung

Das Projekt zählt zu den erklärten Prioritäten von Hrvatske ceste. Gemeinsam werden die beiden Straßen eine neue Verkehrsachse bilden, die die Herzegowina direkt an die dalmatinische Küste anbindet. Davon profitieren nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Region, sondern auch alle Reisenden aus Bosnien-Herzegowina, die diese Route in Richtung Meer nutzen.

Die deutlich kürzere Fahrzeit eröffnet neue Perspektiven für den Tourismus, den Warentransport und die wirtschaftliche Entwicklung beiderseits der Grenze. Für viele Menschen in der Herzegowina bedeutet die neue Verbindung einen spürbar einfacheren Zugang zur Küste sowie eine bessere Erreichbarkeit regionaler Zentren wie Split.

Beide Projekte gelten als bedeutendste Infrastrukturvorhaben der Region seit Jahrzehnten.

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KO KOSMO-Redaktion
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