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Razzia

Menschenhändler-Ring zerschlagen: 20 Frauen zur Prostitution gezwungen

Menschenhändler-Ring zerschlagen: 20 Frauen zur Prostitution gezwungen
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Falsche Liebe, echte Ausbeutung: Ein internationales Netzwerk brachte junge Frauen nach Wien – mit verheerenden Folgen.

Im Zuge internationaler Ermittlungen ist ein Menschenhandelsnetzwerk aufgedeckt und zerschlagen worden, das junge Frauen aus Rumänien nach Wien verschleppt und dort zur Prostitution gezwungen hatte. Den Ermittlungen zufolge war die Tätergruppe seit Anfang Jänner 2023 arbeitsteilig und strukturiert organisiert. Die betroffenen Frauen wurden durch das Vortäuschen romantischer Beziehungen nach Österreich gelockt und anschließend sexuell ausgebeutet.

Bislang konnten mehr als 20 Opfer identifiziert werden. Die kriminelle Organisation soll durch die Ausbeutung der Frauen rund 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet haben, die unter anderem in Immobilien und Luxusfahrzeuge geflossen sind.

Razzien in Wien

Am Dienstag wurden in Rumänien acht Objekte durchsucht und vier Tatverdächtige festgenommen. In Wien-Favoriten richteten sich die Ermittlungsmaßnahmen gegen ein Studio in der Triester Straße sowie gegen zwei Wohnungen – dabei wurden sechs weibliche Opfer angetroffen und identifiziert, wie das Bundeskriminalamt am Freitagabend auf seiner Website mitteilte. Im Rahmen der Razzien in Wien wurden zudem zehn Mobiltelefone sichergestellt, die nun kriminaltechnisch ausgewertet werden.

Weitere Opfer möglich

Die Ermittlungen sind laut Bundeskriminalamt noch nicht abgeschlossen, da bei den Durchsuchungen auch zahlreiche Kontrollkarten sichergestellt wurden, deren Inhaberinnen zum Zeitpunkt der Amtshandlung nicht vor Ort waren. Die Behörden prüfen nun, ob weitere Frauen dem Netzwerk zum Opfer gefallen sind.

Die Ermittlungen wurden in enger Zusammenarbeit mit Eurojust, Europol, dem Landeskriminalamt Wien sowie der rumänischen Polizei geführt.

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KO KOSMO-Redaktion
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