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Jugendkriminalität

Messer aus dem Verkehr ziehen“: Karner fordert harte Waffenkontrollen

Messer aus dem Verkehr ziehen“: Karner fordert harte Waffenkontrollen
FOTO: KOSMO
3 Min. Lesezeit |

Ein blutiger Messerangriff in Wien-Favoriten enthüllt alarmierende Zahlen: Die Kriminalität unter minderjährigen Migranten explodiert, während die Behörden mit Waffenverbotszonen gegensteuern.

Nach einem Messerüberfall am Reumannplatz in Wien-Favoriten hat die Polizei am Dienstag die Öffentlichkeit über den Vorfall informiert. Bei der Attacke vom 16. Juni wurde ein Mann wegen angeblicher Schulden in Höhe von 310 Euro mit einem Messer verletzt. Die Ermittler konnten fünf syrische Tatverdächtige identifizieren. Innenminister Gerhard Karner reagierte noch am selben Tag mit einer klaren Forderung: „Messer und Waffen müssen aus dem Verkehr gezogen werden.“

📍 Ort des Geschehens

Die Waffenverbotszone in Favoriten wurde im März 2024 parallel zur Gründung einer speziellen Einsatzgruppe gegen Jugendkriminalität eingerichtet. Auslöser war die besorgniserregende Entwicklung bei tatverdächtigen Minderjährigen: Die Zahl der unter 14-jährigen syrischen Tatverdächtigen hat sich seit 2020 versiebenfacht, bei afghanischen Kindern unter 14 Jahren wurde ein fünffacher Anstieg registriert.

Seit Einführung der Waffenverbotszone in Favoriten Ende März 2024 wurden laut Innenministerium bis Juni 2025 insgesamt 187 Waffen sichergestellt, darunter 131 Messer. Die Verbotszone umfasst die Fußgängerzone Favoritenstraße sowie Reumann- und Keplerplatz und wurde nach einer positiven Sicherheitsbilanz bereits bis Anfang Jänner 2025 verlängert. Laut ersten Auswertungen der Polizei sind Kerndelikte wie schwere Körperverletzung und schwerer Raub im April 2024 im betroffenen Gebiet nicht mehr registriert worden.

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Aktuelle Maßnahmen

In der Hauptstadt findet derzeit eine ganztägige Schwerpunktaktion statt, die bis in die Nachtstunden fortgesetzt wird. Der Fokus liegt auf der Bekämpfung der Jugendkriminalität. Innenminister Gerhard Karner äußerte sich gemeinsam mit LKA-Oberst Gerhard Winkler und dem Vizepräsidenten der Wiener Polizei, Franz Eigner, unmissverständlich zur Lage.

Die Maßnahmen der Einsatzgruppe zeigen erste Erfolge: Bundesweit ist die Zahl der Straftaten durch 14- bis 21-Jährige im Vergleich zum Vorjahr um etwa 5 Prozent zurückgegangen. In Wien verzeichnen die Behörden allerdings einen Anstieg um rund 10 Prozent.

„Die Polizei wird weiter mit aller Konsequenz dagegenhalten, um die Sicherheit auch im städtischen Bereich zu verbessern“, betonte Innenminister Karner bei seinem Auftritt am Reumannplatz. Als besonders problematisch stufte er die Gruppe der unter 14-jährigen Syrer ein: Während im ersten Halbjahr 2024 österreichweit 333 unmündige syrische Tatverdächtige registriert wurden, stieg diese Zahl in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 947. In Wien allein wuchs die Zahl der tatverdächtigen syrischen Kinder von 187 auf 707.

Über die lokalen Maßnahmen hinaus plant Karner inzwischen ein österreichweites Messertrage-Verbotsgesetz, das das Mitführen bestimmter Messerarten im öffentlichen Raum generell untersagen soll. Betroffen wären vor allem Einhandmesser und Klingen mit bestimmter Länge. Ausgenommen wären laut Entwurf die Berufsausübung, Brauchtum und der Transport nach dem Kauf. Mit diesem Gesetz würde Österreich einem Beispiel aus Deutschland und Italien folgen.

Familiennachzug eingeschränkt

Der Innenminister verwies auch auf die Bedeutung des eingeschränkten Familiennachzugs für die Kriminalitätsbekämpfung. Während zwischen Mai und Juni 2024 noch knapp 2000 Personen im Rahmen des Familiennachzugs nach Österreich kamen, sank diese Zahl im gleichen Zeitraum des laufenden Jahres auf 130. Diese Maßnahme sei ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität.

Bei der groß angelegten Schwerpunktaktion am Reumannplatz dankte der Innenminister den zahlreichen beteiligten Einsatzkräften für ihre Unterstützung.

Selbst die vierbeinigen Helfer der Polizei sorgten für Aufmerksamkeit: Als ein Spürhund der Hundestaffel lautstark bellte, kommentierte Karner anerkennend: „Der macht seine Arbeit.“

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KO KOSMO-Redaktion
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