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Preisexplosion

Mieten oder kaufen? Was 2025 in Wien die bessere Wahl ist

Mieten oder kaufen? Was 2025 in Wien die bessere Wahl ist
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3 Min. Lesezeit |

Während Mieten in Wien auf Rekordhöhe klettern, öffnet sich für Käufer ein Fenster der Möglichkeiten. Die Marktdynamik 2025 schafft neue Chancen und Herausforderungen.

Der Wiener Immobilienmarkt zeigt im Jahr 2025 eine deutliche Dynamik. Die durchschnittlichen Mietkosten haben mit 20,42 Euro pro Quadratmeter im ersten Quartal einen neuen Höchststand erreicht und liegen damit fast 9 Prozent über dem Vorjahreswert, wie Daten von ImmoScout24 belegen. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch die rückläufige Bautätigkeit verstärkt. Nach Erhebungen von EHL wurden im ersten Halbjahr nur etwas mehr als 10.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt – ein markanter Rückgang gegenüber den über 12.000 Einheiten im Vorjahreszeitraum und den mehr als 14.000 Wohnungen aus 2023. Gleichzeitig sorgen anhaltende Zuwanderung und demografische Veränderungen für eine konstant hohe Nachfrage, was die Anspannung auf dem Mietmarkt weiter verschärft.

Der Markt für Eigentumswohnungen präsentiert sich hingegen ausgeglichen. Aktuell liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei etwa 6.724 Euro, wobei Spitzenlagen wie Wien-Innere Stadt mit bis zu 27.000 Euro pro Quadratmeter herausstechen. In peripheren Stadtgebieten verzeichnen die Preise nur moderate Steigerungen oder bleiben stabil.

Verbesserte Finanzierungsbedingungen

Besonders bedeutsam für potenzielle Käufer ist die Aufweichung der KIM-Verordnung (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen), die zusammen mit den gesunkenen Leitzinsen den Immobilienerwerb wieder zugänglicher macht. Dies eröffnet besonders Erstkäufern neue Perspektiven, zumal Kreditinstitute bei soliden Finanzierungskonzepten wieder größere Bereitschaft zur Kreditvergabe zeigen.

Immobilien gewinnen auch als Anlageobjekte zunehmend an Bedeutung. Analysen von immokalkulator.at zeigen, dass die Mietrenditen in vielen zentralen Bezirken inzwischen höher ausfallen als die Erträge langfristiger Staatsanleihen. Dies steigert die Attraktivität von Wohnimmobilien für Kapitalanleger deutlich.

Attraktive Renditen

Die äußeren Bezirke bieten mit durchschnittlichen Renditen zwischen 3 und 3,25 Prozent verlässliche Ertragsaussichten. Kleinere Wohneinheiten können sogar Renditen von etwa 3,5 Prozent erzielen. Besonders kompakte, gut vermietbare Wohnungen in Randlagen entwickeln sich dadurch zu interessanten Investitionsmöglichkeiten.

Für Personen mit langfristiger Wohnperspektive und ausreichendem Eigenkapital bietet das Jahr 2025 günstigere Voraussetzungen für den Immobilienerwerb als noch vor zwei Jahren. Die kontinuierlich steigenden Mietpreise, das begrenzte Angebot und die verbesserten Finanzierungsbedingungen sprechen für den Kauf.

Dennoch ist der Erwerb einer Immobilie nicht für jeden die optimale Lösung. Wer berufliche oder persönliche Flexibilität benötigt oder mit finanziellen Unsicherheiten konfrontiert ist, fährt mit einer Mietwohnung möglicherweise besser.

Entscheidend bleibt eine individuelle Bewertung der finanziellen Situation, der persönlichen Lebensumstände und der Zukunftsplanung, idealerweise unterstützt durch fachkundige Beratung von Finanz- oder Immobilienexperten.

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KO KOSMO-Redaktion
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