Am Heiligabend 2023 ereignete sich in Cardiff, Wales, ein brutaler Mord, für den Dylan T. nun zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Hätte man den Tod von William Bush verhindern können?

Körper von Stichwunden übersät
Doch mit dem was dann passierte, hatte sie nicht gerechnet: Ihr Enkel klopfte blutüberströmt an die Autoscheibe nachdem er seinen Mitbewohner – Medienberichten zufolge seinen einzigen Freund – brutal ermordet hatte. Mit einem Küchenmesser und einem Klappmesser hatte der heute 24-Jährige Dylan auf William (23) eingestochen. Sein Körper wies 37 Stichwunden auf: Am Hals, der Brust, Kopf und dem Rücken. Außerdem schlitzte er seinem wehrlosen Opfer die Kehle auf. Schwer verletzt schleppte er sich noch auf die Straße, wo er dann zusammen brach.
Mordopfer wollte mit Freundin zusammen ziehen
Laut den Erkenntnissen während des Verfahrens vor dem Cardiff Crown Court war das Motiv für die Tat verstörend: Bush hatte Thomas mitgeteilt, dass er aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wolle, um mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Diese Nachricht ließ bei Thomas, dem Erben einer millionenschweren Kuchen-Dynastie, die Sicherungen durchbrennen. In der Verhandlung plädierte Thomas auf verminderte Schuldfähigkeit wegen Schizophrenie, jedoch belasteten ihn seine Internetaktivitäten schwer, da er vor der Tat nach der „Anatomie des Halses“ gesucht hatte.
Urteil und psychische Gesundheitsprobleme
Im November wurde Thomas von den Geschworenen schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte ihn anschließend zu lebenslanger Haft, wobei er mindestens 19 Jahre hinter Gittern verbringen muss. Thomas nahm sein Urteil emotionslos per Videoschaltung aus einer psychiatrischen Einrichtung in Liverpool entgegen, wo er wegen seiner psychischen Erkrankung behandelt wird.
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Vor der Tat gab es Hinweise darauf, dass Thomas zu gewalttätigen Handlungen fähig sein könnte. Einige Monate zuvor war er verhaftet worden, als er versuchte, über den Zaun des Buckingham Palasts zu klettern. Zudem soll er Bush direkt konfrontiert und gesagt haben, dass er darüber nachdenke, ihn zu töten. Ein Psychiater erklärte vor Gericht, dass die Gelegenheit versäumt wurde, eine Psychose bei Thomas rechtzeitig zu erkennen. Auch seine Familie hätte deutliche Warnsignale übersehen.