Der morgendliche Kaffee bringt nicht nur Energie, sondern auch gesundheitliche Pluspunkte. Doch bei Nahrungsergänzungsmitteln kann er zum Problem werden.
Kaffee punktet mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen – er verbessert die kognitive Leistungsfähigkeit, wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Herzgesundheit und kurbelt den Stoffwechsel an. Doch Vorsicht: Das beliebte Heißgetränk am Morgen kann mit bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln interagieren, wodurch deren Wirksamkeit beeinträchtigt werden kann und unangenehme Nebenwirkungen auftreten könnten.
Wer regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel verwendet, sollte sich daher unbedingt über den optimalen Einnahmezeitpunkt informieren. Der Zeitpunkt der Einnahme spielt tatsächlich eine entscheidende Rolle für die Wirkung der Präparate.
Kaffee kann die Aufnahme und Wirkung bestimmter Vitamine und Mineralstoffe erheblich beeinträchtigen, weil Polyphenole im Kaffee Nährstoffe im Darm binden und Koffein harntreibend wirkt, wodurch Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine schneller ausgeschieden werden. Besonders betroffen sind Eisen, Zink, Calcium, Magnesium und B-Vitamine.
Eisenpräparate sollte man mindestens ein bis zwei Stunden vor oder nach dem Kaffeekonsum einnehmen, am besten nüchtern oder mit Wasser, da Kaffee die Aufnahme von Eisen im Darm um bis zu 60 bis 80 Prozent verringern kann, vor allem bei nicht-hämischem Eisen aus Tabletten oder pflanzlichen Quellen.
Zinkpräparate werden ebenfalls schlechter aufgenommen, da Polyphenole im Kaffee Zink binden und Koffein die Ausscheidung steigert. Milch im Kaffee kann die Aufnahme zusätzlich bremsen, deshalb sollte man Zinkpräparate mindestens ein bis zwei Stunden vor oder nach Kaffee einnehmen, idealerweise nüchtern oder zwischen den Mahlzeiten.
Calciumpräparate verlieren durch Kaffee einen Teil ihrer Wirkung, weil sowohl die Ausscheidung über die Nieren erhöht als auch die Aufnahme im Darm reduziert wird. Milch liefert zwar Calcium, der positive Effekt wird jedoch teilweise aufgehoben, sodass man Calcium mindestens ein bis zwei Stunden getrennt von Kaffee zu oder nach einer Mahlzeit einnehmen sollte.
Magnesiumpräparate werden durch Kaffee ebenfalls in der Aufnahme beeinträchtigt, da Koffein die Ausscheidung erhöht und Polyphenole die Aufnahme hemmen. Außerdem kann Kaffee bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden verstärken. Am besten nimmt man Magnesium abends mit Wasser ein und hält einen Abstand von mindestens ein bis zwei Stunden zum Kaffee ein.
B-Vitamine wie B1, B2, B6, B12 und Folsäure sollten nicht gleichzeitig mit Kaffee eingenommen werden, da Koffein die Ausscheidung beschleunigt und die Aufnahme im Darm hemmt. Der optimale Zeitpunkt für die Einnahme ist morgens oder mittags, zu oder nach einer Mahlzeit, damit der Körper die Vitamine bestmöglich nutzen kann.
⇢ Wirkt in Sekunden: Star-Mentalist verrät Trick gegen Müdigkeit
Kritische Wechselwirkungen
Die im Kaffee enthaltenen Inhaltsstoffe können die Aufnahme bestimmter Nährstoffe im Körper hemmen oder deren Wirkung verstärken. Besonders problematisch ist die Kombination mit Eisen, Calcium und einigen B-Vitaminen, da Kaffee deren Absorption deutlich reduzieren kann.