Start POLITIK Mückstein mit klarer Ansage: Muss man sich im Sommer 4. Stich holen?
CORONA-IMPFUNG

Mückstein mit klarer Ansage: Muss man sich im Sommer 4. Stich holen?

(FOTO: Screenshot ORF "Report" vom 18.01.2022)

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein sprach im ORF „Report“ über die Details zur neuen Impfpflicht und, was sein Plan für die kommenden Monate ist.

Lange Zeit wurde diskutiert und gestritten doch nun ist es endgültig fix: Die Corona-Impfpflicht tritt in Österreich ab 1. Februar für alle Personen ab 18 Jahren (mit wenigen Ausnahmen) in Kraft. Am morgigen Donnerstag wird sie offiziell im Nationalrat beschlossen. Im ORF „Report“ sprach Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein über die Details zur neuen Impfpflicht und, was sein Plan für die kommenden Monate ist.

Ziel: 85-90 Prozent Gesamtimmunität
Die Vorgabe von Mückstein: 85 bis 90 Prozent an Gesamtimmunität unter der impfbaren Bevölkerung. Erst diese Zahl würde vor neuen Wellen und Varianten schützen. Daher kommt nun eine Impfpflicht. Kontrolliert und bei Verstoß gestraft wird der Impfstatus ab 15. März durch die Polizei. Die Phase davor wolle man laut Mückstein nutzen, „um zu informieren und aufzuklären.“

Nach diesem Stichtag kontrolliert die Polizei im Rahmen ihrer 200.000 Kontrollen pro Woche auch den Impfstatus und zeigt Ungeimpfte an. Etwas, das den Beamten bereits jetzt sauer aufstößt. Gesundheitsminister Mückstein dazu im „Report“: „Mir ist klar, dass das eine zusätzliche Belastung für die Exekutive darstellt. Ich hoffe, dass das vertretbar ist.“ Der angekündigte flächendeckende Strafen-Automatismus bleibt vorerst ausgesetzt. Phase 3 werde erst nach einer „klaren Empfehlung“ des Expertengremiums in Kraft treten, heißt es.

Kommt der vierte Stich?
ORF-Moderatorin Susanne Schnabl konfrontierte nun auch Gesundheitsminister Mückstein mit derselben Frage, die ihr Kollege Armin Wolf schon am Vortag Klubobfrau Sigrid Maurer gestellt hatte (KOSMO berichtete): „Wie oft muss ich mich bis Herbst noch impfen lassen?“

Doch im Gegensatz zu seiner Parteikollegin gab Mückstein eine konkrete Antwort auf diese Frage: „Wir haben derzeit die klare Empfehlung des Nationalen Impfgremiums, sich frühestens sechs Monate nach dem Booster-Shot den vierten Stich zu holen.“ Das bedeutet konkret: Im Sommer wäre die nächste Impfung schon wieder möglich. Das Impfintervall solle deshalb künftig von Experten festgelegt werden, er werde das dann per entsprechender Verordnung verfügen.

Lockdown-Ende für Ungeimpfte?
Hier gibt es keine guten Nachrichten vom Gesundheitsminister: Das Lockdown-Ende für Ungeimpfte steht noch in den Sternen: „Der Lockdown für Ungeimpfte wird dann aufhören, wenn wir die unmittelbare Gefährdung für das Gesundheitssystem nicht mehr haben“, stellte Mückstein klar.

Comeback für Wohnzimmertests
Zum Ende des Interviews sprach sich Mückstein dann auch noch für die Rückkehr der Wohnzimmertests “in den nächsten Wochen” aus: „Wenn wir sehr hohe Fallzahlen – 15.000, 20.000, 25.000 – haben, dann kann das kein Testsystem der Welt schaffen.“

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