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TROTZ VOLLZEITJOB

Mutter muss ihr Blut verkaufen, um Heizkosten zahlen zu können

(FOTOS: iStockphotos)

Obwohl eine 43-jährige Wienerin Vollzeit arbeitet, reicht ihr Gehalt nicht zum Überleben aus. Sie muss nun Blutplasma verkaufen, um sich die Heizkosten leisten zu können.

Die Kosten- Explosion bei Strom und Gas trifft besonders einkommensschwache Familien sehr hart. Viele können sich die enormen Teuerungen nicht leisten. So geht es auch einer Wiener Mutter, die sich und ihren 12-jährigen Sohn versorgen muss. Ab März sollen sich ihre Heizkosten auf 405 Euro monatlich mehr als verdoppeln, wie die „Heute“ berichtet. Für die 43-Jährige ein absoluter Horror! Um über Wasser zu bleiben, greift sie zu drastischen Maßnahmen…

Trotz Vollzeitjob nicht genug Geld zum Überleben
Die 43-jährige Wienerin arbeitet Vollzeit in der Gastronomie. Doch ihr mageres Gehalt von 1.200 Euro reicht nicht zum Überleben aus – schon gar nicht jetzt, wo sie noch zusätzliche Kosten stemmen soll. Bisher kamen die Mutter und ihr Sohn auch nur durch eine finanzielle Unterstützung ihres Ex-Partners gerade so über die Runden.

Umzug in kleinere Wohnung nicht leistbar
Der Ex-Mann der Wienerin und Vater des 12-Jährigen unterstützt die beiden ebenfalls so gut er kann. Doch auch er geriet durch die Corona-Pandemie in Not, als er seinen Job verlor. Bei der Trennung überließ er der 43-Jährigen die Familienwohnung, die diese jedoch kaum erhalten kann. In eine kleinere Wohnung umziehen, ist allerdings auch nicht ohne weiteres möglich. Der Mutter fehlen dazu die nötigen Mittel für Kaution, Provision und Einkommensnachweis.

Blutplasmaspende für mehr Geld
Die Mutter und Vollzeit-Berufstätige tut alles, um zusätzliches Geld zu verdienen. Neben ihrem anstrengenden Job nimmt sie etwa regelmäßige Plasmaspenden für ein paar Euro extra auf sich. Doch trotzdem schafft sie es nicht aus der Armutsfalle herauszukommen.

Regierung zahlt Teuerungsausgleich
Die Geschichte der Wienerin ist bei Weitem kein Einzelschicksal. Viele österreichische Haushalte leiden unter den steigenden Preisen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung Ende Jänner auch ein Entlastungspaket von insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro geschnürt. Allerdings bekommen hier einkommensschwache Familien abhängig von ihren Lebensbedingungen einen Zuschuss:

Kein Anspruch auf Heizkostenzuschuss
Im Falle der 43-Jährigen bedeutet das etwa, dass sie nur einen einmaligen Zuschuss von 150 Euro bekommt. Würde die Wienerin Mindestsicherung beziehen, hätte sie hier zumindest Anspruch auf eine doppelte Auszahlung, also 300 Euro. Da sie jedoch keine Mindestsicherungsbezieherin ist, hat sie in der Bundeshauptstadt – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – keinen Anspruch auf einen Heizkostenzuschuss.

Quellen und Links:

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