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Teamwechsel

Nach 20 Jahren gefeuert: Red-Bull-Boss Horner bricht sein Schweigen

Nach 20 Jahren gefeuert: Red-Bull-Boss Horner bricht sein Schweigen
(Foto: EPA/ANNA SZILAGYI)
3 Min. Lesezeit |

Nach 20 Jahren an der Spitze des Formel-1-Teams verabschiedet sich Christian Horner mit emotionalen Worten von Red Bull. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Mit schwerem Herzen hat Christian Horner am Mittwochabend seinen Abschied von Red Bull verkündet. Nach seiner Entlassung als Teamchef wandte sich der 51-Jährige über Instagram an die Öffentlichkeit. „Nach einer unglaublichen Reise über 20 Jahre verabschiede ich mich schweren Herzens von dem Team, das ich von ganzem Herzen geliebt habe“, schrieb Horner zu einem Foto, das ihn kämpferisch mit einem Pokal zeigt. „Jeder Einzelne von euch, die großartigen Menschen in der Fabrik, war das Herz und die Seele all dessen, was wir gemeinsam erreicht haben.“

Die Nachfolge des Briten ist bereits geregelt: Laurent Mekies, bisher an der Spitze der Racing Bulls, übernimmt das Steuer. In seiner emotionalen Botschaft richtete Horner Dankesworte an alle Wegbegleiter: „Eure Unterstützung hat geholfen, das Team von seinen bescheidenen Anfängen zu einem Formel-1-Powerhouse zu machen, mit sechs Konstrukteurs- und acht Fahrertiteln. Ihr habt uns gefordert, angetrieben und damit zu Erfolgen inspiriert, die einst undenkbar schienen. Der sportliche Wettstreit hat jeden Sieg noch süßer gemacht und aus jedem Rückschlag eine Chance zur Weiterentwicklung.“

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Stolze Bilanz

Der langjährige Teamchef betonte den besonderen Zusammenhalt im Rennstall: „In Sieg und Niederlage haben wir stets zueinandergestanden, als Einheit, und das werde ich nie vergessen“, schreibt Horner. „Es war ein Privileg, Teil dieses epischen Teams zu sein und es führen zu dürfen. Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir gemeinsam geschaffen haben. Und auf euch alle.“

Interne Machtkämpfe als Hintergrund

Hinter den Kulissen führten monatelange interne Machtkämpfe zur überraschenden Entlassung des langjährigen Teamchefs. Das einst dominierende Team war in dieser Saison auf Platz vier der Konstrukteurswertung abgerutscht. Entscheidend für den Bruch waren das zerrüttete Verhältnis zu Motorsportberater Helmut Marko und die Abwanderung wichtiger Führungskräfte wie Stardesigner Adrian Newey. Zudem übte das Verstappen-Lager zuletzt verstärkt Druck für einen Führungswechsel aus.

Strategischer Neuanfang

Mit der Berufung von Mekies verfolgt Red Bull eine klare Strategie: Das Team will die Bindung zu Weltmeister Max Verstappen stärken und dessen Verbleib sichern. Die neue Führung soll die sportliche Trendwende einleiten und das Team wieder an die Spitze führen. Diese Neuausrichtung kommt in einer kritischen Phase, während sich das Team bereits auf das neue Regelwerk für 2026 vorbereitet.

Respektvoller Abschied

Zum Abschluss würdigte Horner die Werte des Motorsports: „Die Formel 1 ist ein Sport, der auf unermüdlichem Ehrgeiz, Leidenschaft und gegenseitigem Respekt beruht. Die Rivalitäten waren intensiv, aber der gemeinsame Antrieb, zu innovieren und Maßstäbe zu setzen, hat diese Reise so besonders gemacht“, so der 51-Jährige. Seine letzten Worte galten der Königsklasse insgesamt: „Es war mir eine Ehre, Teil dieser außergewöhnlichen Ära des Motorsports zu sein.

Ich blicke mit großem Stolz auf das Erreichte zurück – und mit Spannung auf das, was für 2026 vorbereitet wird. Mein Respekt gilt allen, die dazu beigetragen haben, die Formel 1 zu der Königsklasse des Motorsports zu machen, die sie heute ist. Danke“, schrieb er.