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Polarisierung

Nach Attentat auf Trump-Vertrauten: So reagieren Europas rechte Parteien

Nach Attentat auf Trump-Vertrauten: So reagieren Europas rechte Parteien
(FOTO: EPA/SERGIO PEREZ)
4 Min. Lesezeit |

Ein tödlicher Schuss erschüttert die politische Landschaft Amerikas: Der rechtskonservative Influencer Charlie Kirk wurde während einer Campusrede zum Opfer eines Attentats.

Der rechtskonservative US-Podcaster Charlie Kirk wurde am Mittwoch bei einem Schussattentat getötet. Das tödliche Attentat ereignete sich während seines Auftritts als Gastredner auf dem Campus der Universität Utah Valley in Orem, Utah. Kirk galt als einflussreicher Vertreter der rechtskonservativen Bewegung in den USA und als enger Verbündeter von Donald Trump.

Kirk war als Hauptredner bei einer öffentlichen Veranstaltung seiner Organisation Turning Point USA anwesend, die Teil der „The American Comeback Tour“ war. Laut Polizeiangaben gab der Täter gezielt aus größerer Entfernung einen einzelnen Schuss ab. Die Universität evakuierte sofort den Campus und sagte alle Veranstaltungen sowie Kurse bis auf Weiteres ab. Eine großangelegte Fahndung nach dem flüchtigen Attentäter wurde eingeleitet.

⇢ Trump-Aktivist Kirk bei Auftritt erschossen – Täter flüchtig (VIDEO)

In seiner Reaktion auf die Tat äußerte der US-Präsident tiefe Betroffenheit und Empörung. „Das ist ein dunkler Moment für Amerika“, erklärte Trump in seiner Ansprache an die Nation. Unmittelbar danach richtete er schwere Vorwürfe gegen „radikale Linke“, die seiner Darstellung nach Persönlichkeiten wie Kirk mit „Nazis und den schlimmsten Massenmördern und Verbrechern der Welt“ gleichgesetzt hätten.

„Diese Art von Rhetorik ist direkt verantwortlich für den Terrorismus, den wir heute in unserem Land erleben, und sie muss sofort aufhören“, betonte Trump. Er kündigte an, seine Regierung werde alle Personen zur Rechenschaft ziehen, die zu dieser und anderen Gewalttaten mit politischem Hintergrund beigetragen hätten.

Kirks Einfluss

Als Gründer und CEO der Studentenorganisation Turning Point USA (konservative Studentenbewegung) hatte Kirk maßgeblichen Anteil daran, junge Wähler für Trump bei der Präsidentschaftswahl im November zu mobilisieren. Seine Veranstaltungen an amerikanischen Universitäten zogen regelmäßig zahlreiche Besucher an.

Kirk war Teil eines Netzwerks Trump-naher konservativer Influencer, die zur Verbreitung der präsidialen Agenda beitrugen. In seinen Beiträgen kritisierte er häufig etablierte Medien und behandelte kontroverse Themen wie Migration, Gender und ethnische Zugehörigkeit in provokanter Weise.

Mit über fünf Millionen Followern auf Instagram sowie weiteren Millionen auf anderen Plattformen verfügte Kirk über eine beachtliche Reichweite. Zudem moderierte er einen populären Podcast sowie eine Radiosendung unter dem Titel „The Charlie Kirk Show“ und war zuletzt als Co-Moderator der Sendung „Fox & Friends“ des konservativen Nachrichtensenders Fox News tätig.

Internationale Reaktionen

Inzwischen haben auch europäische Politiker auf das Attentat reagiert, insbesondere Vertreter rechter Parteien zeigten sich erschüttert. Ähnlich wie Trump wählten sie dabei einen scharfen Ton gegenüber dem politisch linken Spektrum.

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl bezeichnete die Tat als „feigen Anschlag auf die Meinungsfreiheit und ein furchtbares Signal für alle westlichen Demokratien“. Weiter führte Kickl aus: „Die Asymmetrie der Meinungsfreiheit ist die größte Gefahr für die Demokratie. Dieses Ungleichgewicht, die Verteufelung, die Ausgrenzung andersdenkender Menschen ist der ideologische Nährboden für Attentäter. Diese Tat ist ein Anschlag auf jeden, der es wagt, dem linken Mainstream zu widersprechen.“

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die dem rechten politischen Lager angehört, veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie das Geschehen als „abscheulichen Mord, eine tiefe Wunde für die Demokratie und für all jene, die an die Freiheit glauben“ bezeichnete. Sie sprach zudem Kirks Familie, seinen Angehörigen und der „amerikanischen konservativen Gemeinschaft“ ihr Mitgefühl aus.

Ihr Stellvertreter Matteo Salvini würdigte Kirk auf der Plattform X als „stolzen Verfechter der Freiheit“, der „während einer öffentlichen Veranstaltung getötet wurde, während er seine Überzeugungen verteidigte.“

In Ungarn meldete sich Mate Kocsis, Fraktionsvorsitzender der rechtsnationalen Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orban, zu Wort und richtete wie Trump schwere Anschuldigungen gegen politische Gegner. „Die linksliberale Aggression hat bereits ein Todesopfer gefordert“, schrieb er auf Facebook. Kirk sei aufgrund seiner politischen Überzeugungen erschossen worden.

Kocsis warnte, dass nun jeder zur Zielscheibe werden könne, der sich gegen Einwanderung ausspreche oder das traditionelle Familienmodell verteidige.

Mit Blick auf Orbans Herausforderer Peter Magyar, den er als „hitzköpfig“ bezeichnete, warnte der Fidesz-Politiker davor, „eine Lynchstimmung zu schüren und jede Form von Gewalt zu legitimieren“.

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KO KOSMO-Redaktion
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