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Doppelleben

Nach Erotik-Videos: Linzer Gericht fällt hartes Urteil gegen Religionslehrerin

Nach Erotik-Videos: Linzer Gericht fällt hartes Urteil gegen Religionslehrerin
(FOTO: iStockphoto)
2 Min. Lesezeit |

Eine 48-jährige Volksschullehrerin aus Linz führte ein bemerkenswertes Doppelleben: Während sie tagsüber Kindern Wissen vermittelte und sogar Religionsunterricht erteilte, betätigte sie sich in ihrer Freizeit als selbsternannte „Orgasmus-Päpstin“ auf sozialen Plattformen.

Monika Rahel Ring widmete sich dort dem Ziel, das Liebesleben der Generation 45plus zu revitalisieren. Diese Nebentätigkeit kostete sie letztlich ihren Lehrberuf – die Bildungsdirektion Oberösterreich entließ sie fristlos, nachdem sie sich geweigert hatte, ihre sexuellen Inhalte aus dem Internet zu entfernen.

Fristlose Kündigung

Wie Der Standard berichtet, begründeten die Behörden die Kündigung damit, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in Rings sachgerechte Ausübung ihrer dienstlichen Pflichten nicht mehr vorhanden sei. Die gekündigte Pädagogin ging rechtlich gegen diese Entscheidung vor und forderte eine finanzielle Entschädigung, strebte jedoch keine Rückkehr an ihren Arbeitsplatz an.

Gerichtliche Bestätigung

In der gerichtlichen Auseinandersetzung bestätigte das Landesgericht Linz schließlich die Rechtmäßigkeit der Entlassung. In der Urteilsbegründung, die vom ORF zitiert wird, betonte das Gericht, dass bei Lehrkräften eine klare Trennung zwischen beruflichem und privatem Leben nicht möglich sei. Pädagogen stünden in einer besonderen Vorbildrolle und müssten gesellschaftliche Werte und Normen auch außerhalb des Schulkontexts respektieren.

Die Prozesskosten in Höhe von etwa 23.000 Euro fallen nun der entlassenen Lehrerin zur Last.

Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, bleibt abzuwarten, ob Ring weitere rechtliche Schritte einleiten wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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